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Schluckbeschwerden

Das Unternehmen True Fruits verkauft mit lockeren Sprüchen und hippem Design Smoothies in Flaschen. Im Zusammenhang mit dem Produkt „Black Edition“ kam es nun zu einer Reihe von Beschwerden. Der aufgedruckte Slogan wurde von einer Vielzahl von Kund*innen als lookistisch und sexistisch kritisiert. Für noch größeren Unmut sorgten jedoch die Reaktionen des Smoothie-Herstellers auf diese Kritik.

True-Fruits-smallErst kürzlich fiel True Fruits durch Fatshaming auf einem seiner Green Smoothies auf. Auf den Flaschen stand: „Wurstfinger weg… is eh #ohnemett“. Anstoß der neuerlichen Kritik war der Flaschentext auf dem Produkt „Black Edition -Blindverkostung“.

„Hast du schon mal einer hässlichen Freundin, die aber total lieb ist ein Date besorgt? So fühlen wir uns gerade mit dem white, unserem wohl leckersten Smoothie, der aufgrund seiner blassen und unfruchtigen Optik leider viel zu selten in den Genuss eines knisternden Rendezvous mit Dir kommt. Was blieb uns also anderes übrig, als das Licht auszuknipsen, damit Du dich einzig und alleine auf seine inneren Werte konzentrieren kann. #schluckimdunkeln1

Kund*innen kritisierten die Botschaft, man solle Menschen, die nicht gängigen normativen Schönheitsidealen entsprechen, besser im Dunkeln kennenlernen, als lookistisch. Darüber hinaus wurde die Kritik geäußert, der Flaschentext reproduziere Sexismus, indem er die Frau in einer passiven Rolle darstellt, an die primär der Anspruch gestellt werde, schön zu sein und (im Dunkeln) zu „schlucken“.

Die Werbewelt reproduziert beständig mannigfache Formen und Ausprägungen von Diskriminierung. Regelmäßig ernten Unternehmen Kritik von Kund*innen und NGOs, wenn sie diskriminierende PR betreiben oder fortschreiben. Einer der letzten prominienten Fälle betraf den italienischen Nudelhersteller „Barilla“. Kritisiert wurde ein homophobes Statement des Firmenchefs Guido Barilla, der dem Unternehmen einen großen Shitstorm und negative Presse einbrachte, sowie eine Reihe von Kund*innen kostete.

Statt sich nun bei ihren Kund*innen für diesen diskriminierenden Werbetext zu entschuldigen oder die Kritik auch nur im Ansatz erst zu nehmen, gab man sich bei True Fruits alle Mühe, die Situation weiter zu eskalieren. Kund*innen die ihre Kritik sachlich formulierten, erhielten Antworten wie:

„Wir haben die Kommentare wahrgenommen und sie als völlig hinrissigen Pseudo Moralapostel Bullshit eingestuft und nach langem Lachen entschieden, dass auch nur der Hauch einer ernsthaften Antwort die völlige Verschwendung wertvoller Lebensenergie wäre. Daher der kurze Rat an alle Jammerlappen: wenn es euch nicht gefällt, geht. […] Aber erspart uns Euer Geseier, denn wir stehen total auf diesen Humor…“2

„Wir sind gutaussehende arrogante Chauvis und verstehen deinen Punkt nicht“3

Heul‘ doch, du Brombeersohn“4

„Wir selbst sind auch nicht perfekt und jeder von uns trifft ab und zu auf Witze oder Aussagen von denen er sich direkt oder indirekt angegriffen fühlen könnte. Und weißt Du was wir dann tun oder bzw. dann nicht tun? Wir sagen es Dir: wir machen uns nicht ins Hemd und jammern rum wie ein 2-jähriges Kleinkind, was keinen zweiten Pudding zu Nachtisch bekommt. Das kannst du ja gerne tun, wenn Deine Synapsen dir keine weitere Option bieten. Aber bitte, Jammer uns nicht die Hucke voll.„(sic!)5

Einzelne Anfragen wurden mit einem Videolink zu dem Song „Is mir egal“ beantwortet. Zudem empfahl True Fruits seinen kritischen Kund*innen wiederholt, auf Konkurrenzprodukte umzusteigen, sofern man mit dem „Humor“ ihrer Flaschentexte nicht einverstanden sei.

Auch vor der Veröffentlichung von Kund*innen-Anfragen, die True Fruits via Facebook-Privatnachrichten erhalten hatte, schreckte das Unternehmen nicht zurück. Dabei wurde weder das Einverständnis der betreffenden Personen eingeholt, noch wurden die Namen der Absender*innen geschwärzt.6

Was im ersten Moment wie das Werk unerfahrener Social-Media-Praktikant*innen wirkte, entpuppte sich schnell als von der Unternehmensleitung getragenes Beschwerdemanagement. Die Pressesprecherin des Unternehmens stellte in der Antwort auf eine Kundenanfrage klar:

FeeAuf unsere Interviewanfrage an die Presseabteilung von True Fruits erhielten wir zunächst umgehend eine freundliche Zusage der Pressesprecherin. Einen Tag später, nachdem das Unternehmen den Interview-Bogen gesichtet hatte, erhielten wir eine Absage.

AbsageAnlässlich des 1. Aprils ließ es sich der Geschäftsführer des Unternehmens nicht nehmen, die vorgebrachte Kritik mit einem Videoclip nochmals zu verhöhnen.

True Fruits machte auf verschiedene Weise deutlich, dass kein Interesse besteht, sich mit kritischen Kund*innen-Anfragen und noch weniger mit Diskriminierung sachlich auseinanderzusetzen. Das nach außen als jung, hip, witzig und innovativ auftretende Unternehmen, entpuppte sich in der Auseinandersetzung mit seinen Kund*innen als konservativ, ignorant und respektlos. Nach dem Motto: War so! Ist so! Bleibt so!

Humorvolle, innovative und gleichzeitig diskriminierungssensible Werbung ist, wie viele positive Beispiele zeigen, möglich. Wenn ein Unternehmen jedoch nicht bereit ist, die eigenen Werbeaussagen selbstkritisch zu reflektieren und Kritik von Kund*innen konstruktiv aufzunehmen, versperrt es sich der eigenen Weiterentwicklung. Wir können daher guten Gewissens die Empfehlung des Unternehmens weitergeben, in Zukunft keine Produkte von True Fruits zu kaufen.

Dieses Meme wie auch unser Artikelbild stehen zur freien Verwendung (CC BY-NC-ND 4.0). Die Edition „Lookistischekacke.“ kommt von Justveganthings. Wir haben das für unser Titelbild kreativ weiterverarbeitet.

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Als Reaktion auf die Kritik an der diskriminierenden PR von True Fruits sowie dem unprofessionellen Beschwerdemanagement hat sich die Facebook-Seite Untrue Fruits gegründet.

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150 Kommentare

  1. Finde ich mal ein klares Statement. Ich finde es auch logisch begründet. Und ich finde es mutig, auch nicht vor jedem potentiellen Kunden zu Kreuze zu kriechen. Man muss Kunden nicht absichtlich beleidigen, aber manche Kundinnen (absichtlich nicht genderifiziert) machen sich ihre Probleme auch selbst. Von daher Daumen Hoch @ True Fruits!

      • Felix

        Ich verstehe nicht, wer genau sich durch den Flaschentext angegriffen fühlt. Mir ist klar, dass „[Person] ist hässlich“ eine Beleidigung ist (egal ob es dabei um einen Mann oder eine Frau geht) und sowas in der Öffentlichkeit nichts verloren hat. Auf der Flasche wird aber keine einzelne Person angegriffen (es heißt nicht einmal „Du bist hässlich“, wo sich ja auch nicht jeder, der es liest angesprochen fühlen würde), das Szenario ist rein hypothetisch und auf niemand speziellen abzielend. Auch nach dem Wälzen von den Wikipediaartikeln ist mir nicht ersichtlich warum jetzt einzelne Personen sich beleidigt fühlen.

        • Indyvegan

          „Ich verstehe nicht, wer genau sich durch den Flaschentext angegriffen fühlt.“

          Diskriminierung sollte auch dann benannt werden, wenn man selbst nicht davon betroffen ist. Wenn keine konkrete Person adressiert ist, verstärkt sich die Wirkung, da damit alle Menschen (in diesem Fall Frauen) gemeint sind, die nicht gängigen Schönheitsnormen entsprechen und als „hässlich“ abgewertet werden.

          „das Szenario ist rein hypothetisch und auf niemand speziellen abzielend“

          Für die Fortschreibung von Diskriminierung braucht eine Aussage auf niemanden „speziellen“ abzielen.

          „Auch nach dem Wälzen von den Wikipediaartikeln ist mir nicht ersichtlich warum jetzt einzelne Personen sich beleidigt fühlen.“

          Es geht hier nicht um „Beleidigung“ sondern um Abwertung und Diskriminierung.

          • Felix

            Da hier ja eine Diskussion angeregt wird, möchte ich mich einmal nicht mit deiner Antwort zufrieden geben. Da du viele Wikipedia Artikel verlinkst, werde ich mich an diesen orientieren, speziell an denen über Diskriminierung und Lookism auf die oben verwiesen ist.

            Wie du selbst sagst, kann man an dieser Stelle eine „individuelle Diskriminierung“ ausschließen, da niemand spezielles adressiert wird. Auch geht es hier nicht um Stereotype oder Vorurteile, denn das hieße dann „Frauen mit/ohne [Merkmal] sind hässlich“, also eine Generalisierung. Eine symbolische Diskriminierung liegt auch nicht vor, denn eine solche würde einen „Angriff auf die Würde durch Entwürdigung oder Beleidigung“ voraussetzen; und dies fordert einen Adressaten (Bsp: „Ich habe (eine/mehrere) hässliche Bekannte“ ist keine Beleidigung oder Entwürdigung, wenn man für diese Aussage gar nicht an eine/mehrere spezielle Person/en denkt).

            Eine Diskriminierung im Sinne des soziologischen Begriffs, wie er auf Wikipedia dargelegt wird, setzt grundsätzlich eine Benachteiligung aufgrund einer negativen Beurteilung voraus. Mir ist völlig klar, dass Menschen jeden Tag während ihres Aussehens diskriminiert werden; darüber bloß zu sprechen stellt an sich aber keine Diskriminierung dar. Ein Beobachter einer Diskriminierung ist nicht automatisch ein Diskriminator.

            Wenden wir uns also nun dem Lookism zu und prüfen, inwieweit das Prinzip hier anzuwenden ist. Lookism heißt, dass man den Wert einer Person an ihr Aussehen knüpft. Da fällt mir auf Anhieb das Modelabel Abercrombie ein, bei dem der Chef mal irgendwas in die Richtung von „hässliche Leute sollen unsere Klamotten nicht tragen“ gesagt hat. Dass das Lookism ist, ist völlig klar. Hätte er stattdessen gesagt „Unsere Klamotten werden üblicherweise von hübschen Menschen getragen“ so wäre das KEIN Lookism, wenn er nicht aktiv dafür sorgt, dass dies so ist. Es wäre dann lediglich eine Tatsachenfeststellung.

            Die bloße Feststellung, dass ein Merkmal existiert ist keine Diskriminierung solange man nicht selbst aktiv danach bewertet. „Ich will nichts mit [Rasse] zu tun haben weil die alle kriminell sind.“ ist rassistisch. „Ich kenne jemanden, der [Rasse] ist und im Knast sitzt.“ ist nicht rassistisch. Genau so wenig wie „Ein schwuler Mann schläft nicht mit Frauen“ sexistisch ist.

          • Indyvegan

            Im Fall von der unspezifischen Bezeichnung „hässliche Freundin“ haben wir es mit einer sozialen Diskriminierung zu tun. Menschen die nicht den gesellschaftlichen Schönheitsnormen entsprechen, werden mit dem Begriff „hässlich“ abgewertet.

            „Lookism heißt, dass man den Wert einer Person an ihr Aussehen knüpft.“

            Das ist nicht präzise. Zitieren wir mal komplett: „Lookism ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist. Sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen“
            True Fruits stellt in diesem Werbetext nicht einfach nur fest, dass der Begriff „hässlich“ existiert und sie sprechen auch nicht über diesen Begriffen. Sie verwenden ihn in genau dem abwertenden Kontext für den er sonst gemeinhin verwendet wird.

            „“Ich will nichts mit [Rasse] zu tun haben weil die alle kriminell sind.” ist rassistisch. “Ich kenne jemanden, der [Rasse] ist und im Knast sitzt.” ist nicht rassistisch.“

            Den Begriff „Rasse“ für die Erklärung zu nehmen, was „rassistisch“ sei, ist (wohlwollend ausgedrückt) unglücklich. Hättest du statt [Rasse] bspw. [Staatsangehörigkeit] oder [Hautfarbe] verwendet, könnte man deiner Argumentation zustimmen. Aber auch hier: Wenn man eine Aussage macht, in der der Hinweis auf das äußerliche Merkmal für den Gehalt der Aussage keinerlei Bedeutung hat (wie möglicherweise in der Aussage: “Ich kenne jemanden, der [*****] ist und im Knast sitzt.”), dann kann auch eine solche Aussage auf Rassismus hindeuten. Das hängt stark vom Kontext ab.

            http://de.wikipedia.org/wiki/Rasse
            „Derartige Untergliederungen der Menschheit waren manchmal neutral gemeinte Versuche einer Klassifizierung, in der Regel aber, bewusst oder unbewusst, mit Wertungen verbunden[20], sie wurden als scheinbare wissenschaftliche Grundlagen für den Rassismus, oder zumindest Ethnozentrismus, und zur Rechtfertigung der Sklaverei missbraucht.“
            Aus diesem Grund kann, je nach Kontext, bereits die Verwendung des Rassebegriffs ein Hinweis auf Rassismus sein. Bei dir haben wir diesen Eindruck nicht.

      • Hans Zöberlein

        Ich finde diese Vorstellung einer Welt, mit einem reinen, von Diskriminierung befreiten Humor auch so Wundervoll!
        Man möge es sich verbieten jemals wieder ein Wort in den Mund zu nehmen, welches in irgendeiner Art eine bestimmte Personengruppe oder Minderheit diskriminiert. Und die Satire sollte am besten komplett von der Bildfläche verschwinden, die soll garnichts mehr machen..
        Da stehen oft so viele Leute dahinter, die sich zu tiefst beleidigt fühlen,.. das ist total ungerecht!
        Ich finde ja auch das genau das Humor ausmacht. Auf den Punkt gebrachte, politische Korrektheit und bei Gott, bitte keine unvorhersehbare, anstößige Aussagen.
        Der Mensch und sein Charakter zeichnen sich, wie wir alle wissen, durch sein reines und perfektes Auftreten aus, so auch seine Sozialen Ettiketten und sein Verhalten. Jeder der über Minderheiten oder bestimmte Personen Witze macht,.. und auch noch über soetwas lacht ist ein Fehler des Menschlichen Genoms und sollte aus dem Antlitz der Welt entfernt werden. Gute, echte Menschen sind: Unfehlbar.

        • Indyvegan

          „Und die Satire sollte am besten komplett von der Bildfläche verschwinden“

          Wer hat das gefprdert? Genau, niemand. Der Falschentext ist keine Satire. Satire reproduziert Misstände nicht, sondern thematisiert sie kritisch.
          http://de.wikipedia.org/wiki/Satire

          „Jeder der über Minderheiten oder bestimmte Personen Witze macht,.. und auch noch über soetwas lacht ist ein Fehler des Menschlichen Genoms und sollte aus dem Antlitz der Welt entfernt werden. Gute, echte Menschen sind: Unfehlbar.“

          Wo haben wir das geschrieben? Genau, gar nicht. Wir alle sind diskriminierenden Strukturen und Mustern sozialisiert. Und genau deshalb sollte man offen sein, wenn man auf diskriminierende Äußerungen hingewiesen wird. Egal auf welchem egozentrisch wahrgenommenen Level sich die Diskriminierung bewegt.

      • Tosten

        Genau genommen ist es das nicht. Er hat grade einfach nur gesagt, dass es ja auch mal ganz nett ist, dass eine Firma bei ihrem Werbekurs bleibt und nicht auf jede kleine Beschwerde überreagiert. Und ihr tut grade genau das, was er vorher grade beschrieben hat. Danke für diese hervorragende Demonstration.

        Nachdenken und vor allem differenzieren hilft.
        gibtkeinenLinkzuhirn.de/ruhigbleiben/

        • Indyvegan

          Hallo Tristan,

          kannst du uns bitte die Stelle zitieren, an der wir Sexismus als männlich definieren? Danke.

          • „Ein Mann behauptet, dass sich Frauen das Problem (Sexismus oder Lookismus) selbst machen. Genau das ist Sexismus, Sascha.“

          • Indyvegan

            Es ist nicht sexistisch, wenn wir darauf hinweisen, das ein Mann sich die Definitionsmacht anmaßt, was Frauen als sexistisch zu empfinden haben (Frauen würden sich das Problem [Sexismus oder Lookismus] selbst machen). Damit definieren wir Sexismus nicht als männlich, sondern stellen fest,dass ein Mann sich sexistisch verhält. Sexismus ist Diskrimierung aufgrund des Geschlechts.

      • Niemand

        Ihr seit selber Sexisten. Gibt auch Saschas die weiblich sind.

        Geht doch weg mit eurer moralisierend arroganten Art.

        • Indyvegan

          Hallo Niemand,

          Ihr seit selber Sexisten.

          Nein, sind wir nicht. Sexismus ist Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes. Wenn wir eine weibliche Sascha fälschlicherweise als männlich lesen, diskrimieren wir sie nicht. Besagter Sascha ist allerdings nicht weiblich.

    • Adalbert

      So ist es. Da hat jemand vollkommen den Humor verloren, packt bei jeder Gelegenheit die Goldwaage aus und kann überhaupt nicht mehr über den Dingen stehen. Wer allerdings auch so hardcore im Text gendert, bei dem wundert es mich auch eher weniger. Toll finde ich es, wenn ein Unternehmen wie True Fruits einmal nicht einknickt und diesen Wahnsinn aus Angst vor Umsatzeinbußen mitmacht, sondern den (überwiegend) weiblichen Motzern einmal die Stirn bietet. Gleichberechtigung gerne (insbesondere gleicher Lohn bei gleicher Leistung), aber den Gender- und Sexismuswahnsinn sollte man eine klare Absage erteilen. Nicht nur von Seiten der Unternehmen, sondern im Rahmen der gesamten Gesellschaft.

      Übrigens, kleine Randbemerkung: Die Dudenredaktion hat die Geschlechtsverteilung der deutschen Substantive ermittelt: 46 % weiblich, 34 % männlich und 20 % sächlich. Ja ja, die deutsche Sprache ist schon diskriminierend. #Aufschrei

      • Indyvegan

        „Die Dudenredaktion hat die Geschlechtsverteilung der deutschen Substantive ermittelt: 46 % weiblich, 34 % männlich und 20 % sächlich. Ja ja, die deutsche Sprache ist schon diskriminierend. #Aufschrei“

        Selbst wenn 100% aller Substantive weiblich wären, würde dies nichts an der strukturellen und individuellen Benachteiligung von Frauen ändern. Feminist_innen haben nie gefordert, dass es mehr weibliche Substantive geben soll, sondern die Gleichberechtigung von Frauen.

        • HabeWirNicht

          „Gleichberechtigung von Frauen“

          Ich kann es nicht mehr hören !!!

          Wer gleiche Rechte fordert, soll auch gleiche Pflichten haben !!!!

          Wo sind die Forderungen für eine Quote bei und antiDiskriminierungeschreie bei:
          Der Müllabfuhr, Kanalarbeitern, bei KAMPFEINSÄTZEN in Afghanistan, bei Maurern, Dachdeckern und so weiter und so fort…

          Hört mit euren erbärmlichem Geisere auf, tut eure PFLICHT als Frauen, DANN können wir auch mal über Rechte diskutieren.

          • Indyvegan

            „Wer gleiche Rechte fordert, soll auch gleiche Pflichten haben !!!!“

            Das sehen wir auch so.

            „Wo sind die Forderungen für eine Quote bei und antiDiskriminierungeschreie bei:
            Der Müllabfuhr, Kanalarbeitern, bei KAMPFEINSÄTZEN in Afghanistan, bei Maurern, Dachdeckern und so weiter und so fort…“

            Wir wissen nicht, wo diese Forderungen sind. Wenn dir diese Themen wichtig sind, dann solltest du dich dafür einsetzen.

            Hört mit euren erbärmlichem Geisere auf, tut eure PFLICHT als Frauen, DANN können wir auch mal über Rechte diskutieren.

            Wir sind weder alle weiblich noch wissen wir, was du mit „eure PFLICHT als Frauen“ meinst. Präzisiere das doch bitte. Grundsätzlich sind wir aber dafür, dass alle Menschen die gleichen Rechten und Pflichten haben sollten.

        • Peter

          Wo genau sind in Deutschland Frauen nicht gleichberechtigt? Wo wird ihnen die Teilhabe an irgendetwas verwehrt? Wo werden Frauen per Gesetz gegenüber dem Mann benachteiligt?

          • Indyvegan

            „Wo genau sind in Deutschland Frauen nicht gleichberechtigt? Wo wird ihnen die Teilhabe an irgendetwas verwehrt?“

            Beispielsweise in der römisch-katholischen Kirche.

            „Wo werden Frauen per Gesetz gegenüber dem Mann benachteiligt?“

            Haben wir irgendwo behauptet, dass das so wäre? Wenn ja, zitiere uns bitte. Dass Frauen per Gesetz gleich gestellt sind, ändert allerdings nichts an strukturellen Benachteiligungen.

  2. Pingback: Wieder ein interessanter Beitrag von Indyvegan « mädchenblog

  3. Indyvegan

    Liebe Maskulinisten und Antifeminist*innen, spart euch doch einfach die Mühe. Ihr bekommt in unserer Kommentarspalte keinen Raum. Reverse-Sexismus- und Femsexismus-Vorträge könnt ihr gern woanders halten.

    Wir bekommen gerade haufenweise, zum Teil schwer beleidigende Kommentare von Zeitreisenden aus dem Mittelalter. Diese veröffentlichen wir demnächst auf hatr.org.

  4. ariane

    öööhhhm – nee, ich finde true fruits ziemlich authentisch.
    niemand muss deren aussage mögen, aber es wird auch niemand gezwungen zu kaufen.
    würde true fruits zu kreuze kriechen, würde doch doch trotzdem keine der personen, die sich auf den schlips getreten gefühlt haben, dieses produkt nochmal kaufen.
    also können sie (tf) sich doch wohl auch selbst treu bleiben.
    humor ist eben nicht gleichmäßig unter allen menschen verteilt, wie vieles andere auch.
    ich mache mir jetzt meinen eigenen smoothie und beschäftige mich derweil mit wichtigerem.
    tut ganz gut 🙂
    ich bin übrigens eine frau – ohne -ist/innen oder ähnliches anhängsel. schublade: eigenständig denkend

    • Indyvegan

      nee, ich finde true fruits ziemlich authentisch.

      Ja, authentisch rückständig. Ob man darauf jetzt stolz sein kann, bleibt zu bezweifeln.

      niemand muss deren aussage mögen, aber es wird auch niemand gezwungen zu kaufen.

      Richtig. Und da das Unternehmen emanzipatorisch denkenden Menschen empfiehlt, die Produkte nicht (mehr) zu kaufen, helfen wir gern mit, diese Empfehlung publik zu machen.

      humor ist eben nicht gleichmäßig unter allen menschen verteilt, wie vieles andere auch.

      Begeisterung für Humor, der Diskriminierung fortschreibt ist zum Glück tatsächlich nicht gleichmäßig in der Gesellschaft verteilt. Humor ist auch problemlos ohne Stigmatisierung und ohne Diskriminierung möglich. Auch wenn diese Erkenntnis unter Menschen, die Diskriminierung unproblematisch finden, noch nicht angekommen ist.

      ich bin übrigens eine frau – ohne -ist/innen oder ähnliches anhängsel. schublade: eigenständig denkend

      Die Marginalisierung von Diskriminierung wird nicht besser, wenn sie von einer Frau betrieben wird.

  5. ariane

    wie ihr oben schon geschrieben habt: andersdenkende sollten sich hier die mühe sparen…
    warum ist eure seite eigtl öffentlich einsehbar?
    letztendlich macht ihr es doch ebenfalls wie true fruits : beharrt unbeirrt auf eurer meinung.
    ich finde das wort marginalisierung übrigens äußerst übertrieben ( auch wenn es zugegebenermaßen einen wohlgeformten klang hat und man es wahrscheinlich einfach gerade so gerne benutzten wollte), zudem passt es nicht im geringsten dazu was ich hier LILA’s meinung nach „betreibe“.
    ich betreibe nicht – ich habe! meine eigene ansicht 🙂
    und jetzt: 1, 2, los!! zerpflückt sie. viel spaß! ich komme nicht zurück
    ps: ich kaufe true fruits nicht einmal … ^^

    • Indyvegan

      wie ihr oben schon geschrieben habt: andersdenkende sollten sich hier die mühe sparen…

      Nein, wir haben geschrieben, dass wir hier reaktionären Antifeminist*innen und Maskulinisten keine Plattform bieten. Und wie du siehst, kannst du hier kommentieren, obwohl du „andersdenkend“ bist. Damit widerlegst du deine eigene Aussage.

      letztendlich macht ihr es doch ebenfalls wie true fruits : beharrt unbeirrt auf eurer meinung.

      Wir beharren nicht dogamtisch auf irgend etwas, das wir gerade mal lustig finden. Wir verteten ehtisch begründete emanzipatorische Positionen, die wir auch argumentieren, wie du siehst. Nur leider kann man solche Positionen nicht diskutieren, wenn man wie True Fruits Kritik abtut und verspottet oder kritische Interviewanfragen aus Überforderung ablehnt, statt die eigene Position fundiert zu argumentieren. Auch kann man Positionen nicht diskutieren, wenn man nicht auf die Argumente der anderen Seite eingeht, wie du es gerade tust. Das ist schade.

      ich betreibe nicht – ich habe! meine eigene ansicht 🙂

      Das ist ja schön. Aber solange du sie nicht begründest oder argumentierst, entsteht keine konstruktive Diskussion.

      warum ist eure seite eigtl öffentlich einsehbar?

      Das hat den Vorteil, dass alle Menschen die das wollen, unsere Beiträge lesen können.

  6. Andre

    Interessant. Das kann man mögen oder nicht – das muss jeder selbst entscheiden. Ich weis nur, dass ich true fruits bisher nicht kannte, aber aufgrund dieser ganzen Diskussion schon wissen will, wie die smoothies schmecken.
    Gewollt oder nicht, aber ihr macht Werbung für die…

    • Indyvegan

      Wenn diskriminierende Werbung für dich ein ausdrückliches Kaufargument ist, dann scheint True Fruits seine Zielgruppe ja erreicht zu haben. True Fruits hat mit diesem Vorgehen eine Reihe emanzipatorisch positionierter Kund*innen verloren. Wenn das das Ziel dieses Vorgehens war, dann haben sie es erreicht.

      • Daxtarious

        Ich glaube es stört True Fruit wenig, dass sie euch als potenzielle Kunden verloren haben.

  7. Danke für den guten Text!

    Ich bin auch der Meinung, dass ein Unternehmen gerne lustige und ironische Werbung machen darf und auch so kommunizieren (siehe zum Beispiel BVG). Das ist bei True Fruits aber leider nicht der Fall (Sexismus ist nie lustig).

    Ich finde es allerdings sehr erstaunlich, dass sie so gar nicht bereit sind, einen Dialog zu führen, sondern immer weiter unpassende und provozierende Antworten liefern. Was soll denn das?

    Diese pauschale Ablehnungshaltung lässt für mich darauf schließen, dass sie sich ganz schön angegriffen fühlen und vielleicht auch selbst gemerkt haben, dass das nicht der schlauste Spruch war, den sie da auf ihre schwarze Flasche gedruckt haben. Und ein Weg, mit Kritik umzugehen (wenn auch nicht der schlauste und reifste), ist halt, einen Gegenangriff zu starten…

    Viele Grüße von Lisa

    • Martin

      Lisa, es geht hier um Aufmerksamkeit. Und es ist beeindruckend, dass so viele Menschen noch immer nicht verstanden haben wie Aufmerksamkeit funktioniert.

      Tatsächlich ist der Weg, den sie eingeschlagen haben rein PR-technisch und wohl auch wirtschaftlich genial. Sie haben einen Text auf ihre schwarze Flasche gedruckt, der vom Großteil unserer Gesellschaft kritiklos angenommen und verstanden wird, weil es noch immer Gang und Gebe ist auf diese Weise zu Denken. Einer kleinen Gruppe ist der Sexismus in der Aufschrift aufgefallen und macht nun darauf Aufmerksam. Je größer der Shitstorm umso mehr Menschen hören von dem Produkt, wahrscheinlich sogar zum ersten Mal und den meisten wird es egal sein, ob die Aufschrift sexistisch ist.

      Der Shitstorm hilft dem Produkt mehr, als dass er dem öffentlichen Diskurs Sexismus helfen wird.

      Jede PR ist gute PR und indyvegan hat hier PR für einen sexistischen Smoothie Hersteller veröffentlicht.

      • Indyvegan

        Was ist denn die Alternative, Martin? Nicht darüber sprechen?

        „Der Shitstorm hilft dem Produkt mehr, als dass er dem öffentlichen Diskurs Sexismus helfen wird.“

        Wovon leitest du das ab? Wir sehen das anders. Das Unternehmen verliert eine Menge Kund*innen und markiert sich selbst als konservativ. Ein Image das True Fruits auf Dauer sicher nicht gefallen wird.

        „Jede PR ist gute PR und indyvegan hat hier PR für einen sexistischen Smoothie Hersteller veröffentlicht.“

        Wovon leitest du das ab? Bei Barilla und vielen anderen Fällen entsprach das nicht deiner Aussage. Wenn durch unseren Artikel mehr sexistische Menschen bei True Fruits einkaufen würden, dann könnten wir daran nichts ändern. Wir machen Menschen, die diese Themen ernst nehmen, darauf aufmerksam und regen zu Diskussionen über diese Themen an. Auch das führt zu Sensibilisierung. Maskulinisten sind nicht unsere Zielgruppe. Und ebenso ist es nicht unser Primärziel, True Fruits zu schaden. Daher hinkt deine Argumentation.

        • Sabrina

          „Das Unternehmen verliert eine Menge Kund*innen und markiert sich selbst als konservativ. “
          Weil ihr beschlossen habt dass der Umgang mit Kritik bei True Fruits konservativ ist?
          Entschuldigung, kann nicht mehr tippen, muss noch lachen.

          Eure Art des Kritiamagements (Hass-Posts irgendwo veröffentlichen zu wollen) wirkt auf mich auch „befremdlich“, aber ich kann ja selbst entscheiden ob ich das lese, unterstützt und/oder mich äußere…

          • Indyvegan

            Weil ihr beschlossen habt dass der Umgang mit Kritik bei True Fruits konservativ ist?

            Der Umgang mit Kritik ist nicht als konservativ, sondern als unprofessionell zu bezeichnen. Die Einstellung der Geschäftsführung wie auch die Kampagnen selbst transportieren konservative Weltbilder. Die Zielgruppe des Unternehmens scheint konservativ zu sein.

            „Eure Art des Kritiamagements (Hass-Posts irgendwo veröffentlichen zu wollen) wirkt auf mich auch “befremdlich”,“

            Unsere Redaktion schwer zu beleidigen, hat nichts mit „Kritik“ zu tun. Wir haben hier alle Kommentare, die sachlich Kritik üben, freigeschaltet.

  8. alter schwede, das ist mal ein absolutes fail in punkto kundenservice. von der „sexistischen kackscheisse“ mal abgesehen…

  9. Jana

    Ich bin schon seit langem ein wahrer fan von true fruits. Ich sammel die Flaschen und finde den homor großartig. Natürlich kann man sich Probleme machen und sich angegriffen fühlen, ohne dass es dafür einen Grund gibt. Es gibt ja auch keine anderen, eventuell schlimmere Probleme auf dieser Welt als Sprüche auf smpothieflaschen. Dagegen sind Menschenhandel, misshandelte Kinder oder Frauen die täglich von ihren Männern geschlagen werden natürlich ein Witz(Sarkasmus!). Mich nervt es regelmäßig Beschwerden über Kleinkram zu lesen. Wäre schön wenn mal mehr Interesse für die wirklich schlimmen Dinge in der Welt bestehen würde!
    Ein <3 für true fruits!

    • Indyvegan

      Hallo Jana,

      nein, misshandelte Kinder und Frauen sind kein Witz. Gewalt gegen Frauen hat ihren Ursprung in sexistischem Denken und patriarchalen Strukturen. Wir wehren uns gegen jede Form von Gewalt – im Kleinen wie im Großen. Nur weil etwas aus deiner Sicht weniger schlimm ist, heißt das nicht, dass wir es hinnehmen müssen. Und es hindert uns auch nicht daran uns gleichzeitig noch für andere Belange einzusetzen.

  10. Arcia

    Ich sag mal ganz ehrlich, den Rat „Dann kaufs halt nicht!“ find ich ziemlich gut.

    Ich könnte euch jetzt fragen, warum ich als hässliche Frau nicht im dunkeln schlucken darf, warum ich etwas, was ich selber gerne mache, jetzt als was Schlechtes ansehen soll, weil ihr unterstellt, dass das sexistisch ist. Ich find das nicht sexistisch. Wenn ich meinem Freund in der Öffentlichkeit einen blase, such ich mir einen dunklen, nicht einsehbaren Ort, vermeidet auch Ärger. Außerdem aktivieren sich andere Sinne im Dunkeln, das macht nen ganz anderen Reiz aus.

    Aber ich versteh schon: ich bin hässlich, und das in Kombination mit Dunkelheit, das kann ja nicht eine selbstironische Anspielung auf gängige Klischees sein, das MUSS einfach böse sein, und man muss sich dabei einfach schlecht fühlen.

    Aus meiner Sicht übernehmt ihr das Klischee als eure Waffe und schlagt damit um euch, und das ist für mich persönlich ’schmerzhafter‘ als der Aufdruck auf den kleinen Frucht/Zuckerbomben. Aber keine Angst: meine ganz persönliche Ansicht teile ich euch lediglich mit, ohne beleidigend oder verletzend sein zu wollen, lediglich um das Standpunktspektrum zu erweitern. Und ich rufe auch nicht zum Boykott auf, weil ihr eine Anhängerschaft habt und für diese passende und gute Inhalte anbietet, sonst wärt ihr ja nicht hier.

    Und auch wenn eure Wahrnehmung sich nicht mit meiner überschneidet, wärs vielleicht ganz gut, wenn man sich einfach gegenseitig Leben lässt.
    Ich zwing euch nicht, das Zeug zu kaufen (hab ich auch selber noch nie getan btw) oder auch nur gut zu finden.
    Aber unterstellt dann auch bitte nicht, dass hässliche Frauen (Menschen), die „im Dunkeln schlucken“, Scheiße konsumieren (oder anders ausgedrückt ‚voll [mit] Scheiße sind‘).
    Es hilft euch schließlich auch nichts, dass ihr damit die Konsumenten dieser Firma persönlich angreift, weil ihr deren Beweggründe gar nicht kennt. Und denen allen Beweggründe zu unterstellen, die rechtfertigen, die zu beleidigen, find ich ehrlich gesagt ziemlich radikal.

    • Indyvegan

      Es geht hier nicht darum, ob jemand „schlucken darf“. Es geht um die Reproduktion von Abwertung und Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihres Aussehens.

      „das kann ja nicht eine selbstironische Anspielung auf gängige Klischees sein“

      Das könnte es, ist es aber in diesem Fall nicht. Ironie ist als solche erkennbar. Die Statements des Unternehmens wie auch der Falschentext selbst, zeigen klar, dass der betreffende Satz nicht ironisch gemeint ist.

      „Und ich rufe auch nicht zum Boykott auf, weil ihr eine Anhängerschaft habt und für diese passende und gute Inhalte anbietet, sonst wärt ihr ja nicht hier.“

      Unsere Inhalte sind nicht auf unsere Leser*innen angepasst, sondern an gute Argumente.

      „wärs vielleicht ganz gut, wenn man sich einfach gegenseitig Leben lässt.“

      Wir haben niemandes Leben bedroht. Diskriminierung benennen wir. Damut musst du leben.

      „Aber unterstellt dann auch bitte nicht, dass hässliche Frauen (Menschen), die “im Dunkeln schlucken”, Scheiße konsumieren (oder anders ausgedrückt ‘voll [mit] Scheiße sind’).“

      Das haben wir nicht getan. Allein das Wort „hässlich“ würden wir nicht als Zuschreibung verwenden, wie du es hier tust.

      „Und denen allen Beweggründe zu unterstellen, die rechtfertigen, die zu beleidigen, find ich ehrlich gesagt ziemlich radikal.“

      „Veganismus ist ziemlich radikal“… merkste selbst? 🙂 Wo haben wir hier jemanden beleidigt?

      • Arcia

        Also zunächst mal: ich lebe selber vegan 😉

        Entweder überlest ihr ganz bewusst was ich meine, oder unabsichtlich:

        Euch entgeht ja nicht, dass Menschen das trotz allem gerne trinken, aus verschiedenen Beweggründen.

        Und die Aussage „Schluckt die Scheiße selber“ ist nicht besser als „Schluck im Dunkeln, wenn du hässlich bist“.
        Denn: wer das trinkt, schluckt „die Scheiße“ (das ist ja eure Aussage). Dann ist man folglich voll mit der Scheiße, ihr trefft damit also vorrangig diejenigen, die das trinken, mit dem Prädikat „ihr und Scheiße, die ihr schluckt!“. Und der einzige Grund, jemanden sowas an den Kopf zu werfen, ist eure ganz persönliche Ansicht dazu.

        Das bedeutet ihr beleidigt die Konsumenten, weil ihr mit dem Unternehmen unzufrieden seid. Und deren Beweggründe könnt ihr bestenfalls unterstellen (oder „herleiten“ wenn man es anders ausdrücken will).

        Warum also der harte Ton gegen die Konsumenten, wenn ihr die Produzenten meint, außer, ihr seid gewillt jeden, der nicht eurer Meinung entspricht, notfalls mit dem Prädikat „ihr identifiziert euch mit Scheiße!“ zu versehen, und DIESEN Teil finde ich radikal.

        Das hat nichts mit eurem Veganismus zutun, oder eurer Meinung zur Frauenpolitik.

        Dazu möchte ich eigentlich nur anmerken, dass Gender ein vielschichtige Thema ist, dass man meiner Auffassung nach nicht auf einem „Schlachtfeld austragen“ sollte. Denn wenn man sich zu einer Diskussion bezüglich eines aktuellen Vorfalls hinreißen lässt, folgen sehr schnell die Stimmen die Fragen „Und wenn man das mit Männern gemacht hätte?“ „Aber dieserundjener Fall ist doch viel schlimmer!“ und so weiter. Und die Diskussionen, die sich daraus ergeben, haben nichts mehr mit Gleichberechtigung zutun, sind sehr schwer auf einen sachlichen Punkt zu bringen und auch nicht der Thematik zuträglich.

        Man kann sich von etwas ganz persönlich angegriffen fühlen. Und ja: ich verstehe eure Verletztheit und eure Empörung, und ja, ich finde Veröffentlichungen von privaten Kontaktversuchen auch bekloppt, und ja, eine ruhigere, weniger herablassende Antwort habt ihr definitiv verdient.
        Allerdings tragen heute sehr sehr viele menschen das Schwert des Sexismus mit sich herum, und das ist ein Starkes Wort, das eigentlich strukturelle Diskriminierung beschreibt. Das mag hier ein teil davon sein, aber solange hier nicht grundsätzlich um die Struktur gefochten wird, geht es eben nur um EIN Unternehmen und EINE Zielgruppe und um eine Gruppe persönlich angegriffener.
        Sexismus impliziert eine gesellschaftliche Not, dort einzugreifen, und die sehe ich noch nicht, weil ihr dem nun mal einfach aus dem Weg gehen könnt. Und unverbesserlich zu sein und ein Arschloch: das recht steht den einzelnen leider noch zu, solange sie andere nicht in ihrer Lebensführung behindern.

        Ich persönlich würde mir wünschen, dass dieser Artikel hier nochmal mit etwas Abstand überdacht wird und vielleicht eine Ergänzung geschrieben wird, wenn man seine Verletzung überwunden hat. Dann können wir eruieren, ob es ein Strukturelles Problem gegen Frauen gibt, oder doch nur ein Unternehmen, dass sich darüber lustig macht. letzteres ist sehr sehr ärgerlich, aber nichts, dem man sich gezwungenermaßen ausliefern muss. Und einen Alltagssexismus bekämpft man an dieser front nicht erfolgreich. Tut mir leid das so zu sagen, aber sich darüber aufzuregen wird nur dazu führen, dass ihr euch aufreibt, und dass das ganze im Äther unter geht, weil keiner mehr durchblickt und das in die Unsachlichkeit abdriftet. das ist das Ziel des Unternehmens bei solchen Reaktionen, das ist mir bewusst. Kämpfen um des Kämpfens Willen wird aber da auch nicht helfen…

        • Indyvegan

          „Und die Aussage “Schluckt die Scheiße selber” ist nicht besser als “Schluck im Dunkeln, wenn du hässlich bist”.“

          Doch. Denn unser Hashtag ist nicht diskriminierend und er richtet sich an True Fruits und nicht an deren Kund*innen.

          „Dazu möchte ich eigentlich nur anmerken, dass Gender ein vielschichtige Thema ist, dass man meiner Auffassung nach nicht auf einem “Schlachtfeld austragen” sollte. „

          Wir sehen hier kein Schlachtfeld, sondern einen sachlichen Artikel der wiedergibt was geschehen ist und es kritisiert.

          „Und die Diskussionen, die sich daraus ergeben, haben nichts mehr mit Gleichberechtigung zutun, sind sehr schwer auf einen sachlichen Punkt zu bringen und auch nicht der Thematik zuträglich.“

          Wovon leitest du ab, dass unser Artikel dafür verantwortlich ist? Was können wir dafür, wenn eine Maskulinistenseite wie „Männerstreik“ unseren Artikel verlinkt und uns reaktionären besuch beschert?

          „Sexismus mit sich herum, und das ist ein Starkes Wort, das eigentlich strukturelle Diskriminierung beschreibt. „

          Sexismus ist nicht „nur“ strukturell. Er tritt in allen Dimensionen der Diskriminierung auf. Also bspw. auch individuell und sprachlich.

          „unverbesserlich zu sein und ein Arschloch: das recht steht den einzelnen leider noch zu, solange sie andere nicht in ihrer Lebensführung behindern“

          Richtig. Und wenn du im Supermarkt eine solche Flasche in die Hand nimmst und Betroffene bist, dann schränkt dich das ein. Und wenn Menschen die Zuschreibung „hässlich“ legitim finden, weil sie (unter anderem) mit solchen Texten fortgeschrieben wird, dann sind davon am Ende auch ganz konkret Menschen betroffen.

          Unser Artikel wurde nicht aus Gründen der Verletzung verfasst, sondern aus ethischer Überzeugung. An welcher Stelle liest du denn „Verletzung“ aus unserem Artikel? Kannst du das zitieren? Wir regen uns hier auch nicht auf, sondern dokumentieren einen Fall und kritisieren ihn. Dass das in der Form nicht erfolgreich sein soll ist eine Mutmaßung.

          „weil keiner mehr durchblickt und das in die Unsachlichkeit abdriftet“

          Die unsachlichen und schwer beleidigenden Kommentare hier kommen von Antifeminist*innen und Maskulinisten. Diese werden von uns entsprgt und sind daher auch nicht Bestandteil der Diskussion.

          „Kämpfen um des Kämpfens Willen wird aber da auch nicht helfen…“

          Wir machen diese Arbeit nicht, weil wir gerne kämpfen. An einigen Stellen ist Kampf notwendig. Ohne diesen würden Frauen heute noch immer nicht Autofahren und wählen dürfen.

          • Arcia

            Ich würde sagen, alles was gesagt wird, ob veröffentlicht oder nicht, ist teil einer Diskussion, aber man kann auch ausblenden was man nicht haben will, ihr habt ja hier das „Hausrecht“ das ist ja nur legitim 😉

            Und wenn es um das Wort geht: hässlich kann durchaus ein treffendes Prädikat sein. Ich verwende das ja beispielsweise auch auf mich.

            Und ich beziehe mich nicht auf Verlinkungen, sondern Aussagen, woher soll ich denn auch wissen, wer diesen Artikel alles verlinkt?

            Wer im Supermarkt eine Flasche immer wieder in die Hand nimmt, von der er erwarten muss, in seiner Ehre verletzt zu werden und sie einfach nicht stehen lassen kann, der hat eine andere Hilfe nötig als die von Feministen oder Gleichberetigungskämpfern, Hilfe zur Selbsthilfe, aber das ist auch nur meine ganz persönliche Meinung.

            Und was die Verletzung der Kunden betrifft: ich weiß nicht, wie ich noch deutlicher zum Ausdruck bringen soll, dass „Ihr fresst Scheiße“ beleidigend ist (da wo ich her komme sogar ein geflügelter Begriff, den jeder so auffassen würde). Je nachdem wo man steht, sollte die Adressierung an den Hersteller (und nur den) vielleicht einfach deutlicher erfolgen.

            Aber wie und wo eure Kritik am Ende an kommt, kann euch ja egal sein, dem Hersteller der Fruchtpampe ist das ja auch egal. Und dann bleibt alles beim alten, es ist ja nichts angenehmer als Gewohnheiten 😉

            Ob Ihr Kritik als Provokation empfinden wollt, oder als Ergänzung zur eigenen Wahrnehmung (je nachdem ob bestätigend oder den eigenen Standpunkt erweiternd) bleibt doch sowieso euch selbst überlassen.

            An die Sachlichkeit hinter Slogans wie „Fresst die Scheiße selber“ muss ich mich wohl erst gewöhnen…

            Ich habe übrigens nicht den Artikel für die Diskussionsführung darunter verantwortlich machen wollen, aber bei gewissen Aussagen weiß man doch schon aus der Erfahrung heraus, was kommt. Wie heißt es doch so schön? Wer Wind säht…

          • Indyvegan

            Wir schalten hier keine Kommentare frei, die menschenverachtende Äußerungem enthalten oder von Diskriminierung Betroffene verspotten oder marginalisieren. Beides ist in keiner Weise Teil einer „Diskussion“. Eine Diskussion ist für uns eine sachliche Auseinandersetzung. Und wie du an den Kommentaren siehst, schalten wir Kommentare, die nicht unseren Auffassungen entsprechen (aber diesen Voraussetzungen genügen) selbstverständlich frei.

            „Und wenn es um das Wort geht: hässlich kann durchaus ein treffendes Prädikat sein. Ich verwende das ja beispielsweise auch auf mich.“

            Das ist schade und tut uns leid.

            „Wer im Supermarkt eine Flasche immer wieder in die Hand nimmt, von der er erwarten muss, in seiner Ehre verletzt zu werden“

            Wir haben weder in unserem Artikel, noch in den Kommentaren behauptet, dass Menschen sich durch diesen Text in ihrer „Ehre“ verletzt fühlen. Wir haben das Problem sehr klar benannt. Vielleicht liest du den Artikel einfach nochmal. Es geht um Diskriminierung und ihre Fortschreibung. Nicht um Befindlichkeiten oder „Ehre“.

            „Und was die Verletzung der Kunden betrifft: ich weiß nicht, wie ich noch deutlicher zum Ausdruck bringen soll, dass “Ihr fresst Scheiße” beleidigend ist“

            Erstens haben wir nicht von „fressen“ sondern von „schlucken“ gesprochen. Zweitens beleidigen wir mit „Scheiße“ maximal den Smoothie.

            „Je nachdem wo man steht, sollte die Adressierung an den Hersteller (und nur den) vielleicht einfach deutlicher erfolgen.“

            Wer aus purer reaktionärer Überzeugung heraus jetzt erstrecht die Produkte von True Fruits kauft, darf sich gern auch angepsrochen fühlen. Davon abegsehen finden wir unsere Kommunikation hierzu sehr klar.

            „Aber wie und wo eure Kritik am Ende an kommt, kann euch ja egal sein“

            Nein, das ist uns nicht egal und sind sehr zufrieden mit der Reichweite und dem Feedback zu diesem Artikel.

            An die Sachlichkeit hinter Slogans wie “Fresst die Scheiße selber” muss ich mich wohl erst gewöhnen…

            Erstens haben wir auch das nicht gesagt und zweitens haben wir nie behauptet, dass unsere Grafik sachlich sei. Das ist sie nicht und das sollte sie auch nicht sein.

            „aber bei gewissen Aussagen weiß man doch schon aus der Erfahrung heraus, was kommt.“

            Welche Aussagen meinst du? Na klar, haben wir damit gerechnet, dass diese Thema hier sehr Kontrovers diskutiert wird. Sexismus und Lookism sind in der Gesellschaft weit verbreitet und leider für viele Menschen selbstverständlich. Und genau das ist der Grund, warum wir über solche Themen schreiben.

  11. Pingback: Community Management Fail: True Fruits Worst PracticeMisha Anouk

  12. Das mit den Wurstfingern als Fatshaming zu interpretieren … finde ich in keinster Weise angemessen, denn gemeint ist hier eine Übertragung, Wurstfinger als Finger, die normalerweise nach Wurst greifen. Das kann ich beim besten Willen nicht als Diskriminierung erkennen.

    Was die Black Edition angeht stimme ich Euch zu und leider bestätigt die Reaktion von True Fruits im weiteren Verlauf den Verdacht, der da aufkommt. Das finde ich persönlich so abstoßend, daß mir spontan der Appetit vergeht, egal wie lecker die Smoothies sein könnten.

  13. Ganz ehrlich, ich finde es ganz cool. Ich bin auch im Kundenservice und manchmal würde ich auch gerne mal den Leuten die Meinung geigen… Auf einmal bäumen sich alle auf, im Netz ist das ja auch so herrlich einfach. Da kann man die Moralkeule schwingen, im echten Leben haut man aber vermutlich auch einen dreckigen Witz nach dem anderen raus. Am Ende werden sie die Smoothies eh wieder trinken.

    Daher finde ich es mutig, sich nicht zu entschuldigen, sondern zu den Aussagen zu stehen. Ob der Text nun glücklich gewählt ist oder nicht betrachte ich jetzt einfach mal wertfrei.

    Wie oft kommt sowas heutzutage noch vor? Nie… Daher Hut ab!
    Und ich finde es auch witzig 😀 als Frau *ooops*

  14. Fabian

    Wenn die Antwortmail der Presseabteilung hier veröffentlicht wird, wäre auch die ursprüngliche Anfrage interessant. Getru der Weisheit „Wie man in den Wald hineinruft…“ könnte es ja durchaus einen Unterschied machen, ob man eine sachlich formulierte Anfrage stellt oder sinngemäß beginnt mit „Wir haben eine Kampagne ‚Lookistische Kacke‘ gegen Ihr Unternehmen iniitiert. Nun würden wir Sie gerne interviewen“

  15. Screeny

    Ich finde es gut und „true“, wenn man ehrlich ist. Hier war man ehrlich.
    Mag nicht jedem passen, ich finde es jedoch sehr gut und freue mich, auch weiterhin Smoothies von dieser Firma kaufen zu dürfen.

    Außerdem schmecken die Säfte super und die Werbung ist ansprechend.

  16. Can

    Muss noch ergänzen, damit macht ihr euch lächerlich über die Frauen oder Männer die _echten _ Sexismus erfahren haben. Ekelhaft.

    • Indyvegan

      Was ist „echter Sexismus“? Wie schlimm muss Sexismus sein, damit er nach deiner Definition „echt“ ist oder kritisiert werden darf? Und wer legt das fest?

      • martina

        > „Und wer legt das fest?“

        Ihr natuerlich! *salutier*

      • Andreas

        Wie wärs mit den Werbungen wo Männer als dumm hingestellt werden, oder wo sie geschlagen werden? Nur mal so als Bsp, da beschweren sich die Heulsusen nie noch besser da sieht man nicht mal Sexismus. Oder nehmen wir mal eine Lebensversicherung, kleines Mädchen und Frau auf Bild, Mädchen: „Wenn Papa stirbt krieg ich ein Pony.“ Frau lächelt lacht dazu. Sexismus, nö. Insofern finde ich die reaktion dieser Firma einfach klasse. So Frechheit ist echt mal erfrischend, das kriegt man sonst nur als Mann auf dem Jugendamt oder vorm Familiengericht serviert, schön das s auch mal Frauen trifft.

        • Indyvegan

          Hallo Andreas,

          „Wie wärs mit den Werbungen wo Männer als dumm hingestellt werden, oder wo sie geschlagen werden?“

          Werbung (und Sprüche), in denen Männer als dumm und einfältig oder stereotyp dargestellt werden, finden wir genauso scheiße. Also auch das von dir genannte Beispiel mit dem Pony. Und wir finden Männerwitze genauso doof wie Frauenwitze. Lies mal diesen Beitrag von uns http://indyvegan.org/echt-oder-unecht-mann/.

          „Nur mal so als Bsp, da beschweren sich die Heulsusen nie noch besser da sieht man nicht mal Sexismus“

          Wir wissen nicht, wen du mit „die Heulsusen“ meinst. Wenn du ein Problem mit konkreten Personen hast, solltest du diese Personen direkt ansprechen. Da können wir dir nicht weiter helfen.

  17. Sören

    Hallöchen,

    vielen Dank für eure Berichterstattung über diese sexistisch anmutenden Texte auf der Smoothieverpackung.
    Anderenfalls wäre ich nie auf den niveaulosen Humor dieser Marke aufmerksam geworden.

    Nun kann ich im Supermarkt gezielter ins Kühlregal greifen. Mjamm.. True Fruits Smoothies. <3

    • Fano

      Mal ganz davon abgesehn wie ich zu den Texten stehe (die finde ich etwas kindisch, aber nicht wirklich schlimm), habe hier zum ersten mal von True Fruits gelesen und ich muss sagen jetzt interessiert mich der Geschmack schon.
      TF freut sich bestimmt über die kostenlose publicity.

      • Indyvegan

        „habe hier zum ersten mal von True Fruits gelesen und ich muss sagen jetzt interessiert mich der Geschmack schon.“

        Und viele haben hier zum ersten Mal von Lookismus und/oder Sexismus gelesen und machen sich erstmals Gedanken über diese Thematik.

        • Chris

          Ja, habe ich in dem Umfang hier auch das erste mal.
          Das was ihr hier macht ist nur rumheulen und euch selber lächerlich machen. Der einzige der das hier feiert sind eure Anhänger, bringt euch also nichts.

          Jeder neutrale Beobachter wird das was ihr tut als befremdlich aufnehmen. Ihr macht euch damit nur eure wichtigen „Baustellen“ kaputt. Die echte Gleichberechtigung bei Gehalt etc.

          Ich verstehe ja euren Standpunkt, aber so steht ihr euch nur selber im Wege. Jede Aktion von euch die von einer Mehrheit als Lächerlich empfunden wird, wertet die ganze Feminismus-Bewegung ab.

          Auch unsere Kanzlerin ist eine Frau, ein Grund mehr warum man in der Öffentlichkeit Sexismus gar nicht wahrnimmt.

          • Indyvegan

            Weil eine patriachale Gesellschaft Feminismus allgemein oft lächerlich findet, sollen emanzipatorische Bewegungen nur noch dort ansetzen, wo Menschen meinen, dass es sich um „echte Gleichberechtigung“ handle? In unserem Beitrag geht es nicht um Gleichberechtigung. Es geht um Sexismus, Lookismus und respektloses Beschwerdemanegement. Egal ob Lookismus oder Sexismus. Keine Form von Diskriminierung ist es weniger wert, um darüber offen zu sprechen. Egal in welcher Form sie auftritt. Und dabei werden wir uns ganz sicher nicht an Menschen orientieren, die sich nicht betroffen fühlen, oder Feminismus überflüssig finden.

        • no

          Ja, ich habe hier wirklich erstmals von Lookismus gehört. Alles braucht einen Namen.

          Ich freue mich auf die Zeit, in der ich eine Frau, die mich nicht anspricht (häßlich? oder nicht schön?) nicht mehr ablehnen darf, weil das lookistisch (=sexistisch irgendwie?) wäre?

          Welch Paradies für die Mariginalisierten.

          Weiter so!

          P.S.: Weiter oben war kein direkter Antwortlink vorhanden, aber mich würde schon interessieren, wie man #schluckimdunklen mit ‚konservativ‘ in Einklang bringen kann. Mal ehrlich: Das nenne ich eine Neudefinition, aber das ist sicher nicht neu hier – siehe Lookismus, welch Wort.

          • Indyvegan

            „Ich freue mich auf die Zeit, in der ich eine Frau, die mich nicht anspricht (häßlich? oder nicht schön?) nicht mehr ablehnen darf, weil das lookistisch (=sexistisch irgendwie?) wäre?“

            „Lookism ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist. Sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen.

            Selbstverständlich darfst du Frauen* ablehnen, die nicht deinen persönlichen Vorlieben entsprechen. Wir kritisieren das Reproduzieren von Normen, die vorschreiben was schön ist und das Abwerten von Menschen, die diesen Normen nicht entsprechen.

            P.S.: Weiter oben war kein direkter Antwortlink vorhanden, aber mich würde schon interessieren, wie man #schluckimdunklen mit ‘konservativ’ in Einklang bringen kann. Mal ehrlich: Das nenne ich eine Neudefinition, aber das ist sicher nicht neu hier – siehe Lookismus, welch Wort.

            Was konkret meinst du mit Neudefinition?

          • no

            Ich bin schon fast erstaunt, daß hier gleich noch eine Antwort kam (Uhrzeit).

            Mit Neudedinition meine ich einfach nur konservativ != (nicht gleich) schluckimdunkeln, Oralsex, etc.
            Konservative würden sich wohl eher – entschuldigt den Wortwitz (da wären wir wieder bei Humor) schwer an diesem Hashtag verschlucken. Das meinte ich mit Neudefinition – war somit auch humorvoll/mit einem Augenzwinkern gemeint und hätte schon verstanden werden können.

            Ich wäre schon fast gewillt q.e.d. zu sagen, denn… naja sagen wir so… konservative haben, wenn sie eben keinen Humor verstehen (wollen oder können) oder die Ebene des Humors nicht witzig oder ’niedrig‘ finden, einen Stock im A****. Ihr kennt den Ausdruck sicher. Ihr versteht diesen augenzwinkernden Humor auf ähnlich überernste Weise nicht.

            Was sagt das über euch aus? Ihr könntet in gewisser Weise selbst als konservativ empfunden werden – in der weiteren, heute als gängig empfundenen Definition von Konservativ.

            Ansonsten möchte ich noch etwas anmerken (das wurde auch schon teilweise von anderen hier angesprochen):
            Es kommt hier immer sehr klar rüber, daß ihr (oder die, welche dieselbe Meinung vertreten) die Deutungshoheit habt, was wie gesehen werden muß oder zumindest sollte. Das Muster ist immer gleich. Zirkelschlüsse, teilweise auch in der Argumentherleitung – Behauptungen, Meinungen – alles vermischt.
            Auf Fragen wird entweder nicht eingegangen oder mit einer Gegenfrage geantwortet oder eben einfach nur behauptet.
            Beispiel Ethik:
            Ethik (also eure Ethik) ist sehr wohl NICHT in soweit als die einzig wahre Lehre anzusehen – weder als Argument, noch absolut. Genau genommen bleibt das immer noch alles Meinung, Behauptung, Wunsch.

          • Indyvegan

            „Mit Neudedinition meine ich einfach nur konservativ != (nicht gleich) schluckimdunkeln, Oralsex, etc.“

            True Fruits zeichnet ein sehr rückständiges Frauenbild. Frauen werden auf ihr Aussehen reduziert. Das meinen wir mit konservativ. Konservativ = rückständig, an altem Festhaltend

            „Ich wäre schon fast gewillt q.e.d. zu sagen, denn… naja sagen wir so… konservative haben, wenn sie eben keinen Humor verstehen (wollen oder können) oder die Ebene des Humors nicht witzig oder ‘niedrig’ finden, einen Stock im A****. Ihr kennt den Ausdruck sicher. Ihr versteht diesen augenzwinkernden Humor auf ähnlich überernste Weise nicht.“

            Wir verstehen keinen Humor, der auf Diskriminierung und Abwertung beruht.

            „Was sagt das über euch aus? Ihr könntet in gewisser Weise selbst als konservativ empfunden werden – in der weiteren, heute als gängig empfundenen Definition von Konservativ.“

            Wir verstehen und als progressiv (nach vorne gewandt). Wir stellen Traditionen und gesellschaftliche Normen in Frage. Konservative halten an diesen fest.

            „Ansonsten möchte ich noch etwas anmerken (das wurde auch schon teilweise von anderen hier angesprochen):
            Es kommt hier immer sehr klar rüber, daß ihr (oder die, welche dieselbe Meinung vertreten) die Deutungshoheit habt, was wie gesehen werden muß oder zumindest sollte. Das Muster ist immer gleich. Zirkelschlüsse, teilweise auch in der Argumentherleitung – Behauptungen, Meinungen – alles vermischt.“

            Zu ähnlichen Vorwürfen haben wir uns schon mehrfach geäußert.

            „Auf Fragen wird entweder nicht eingegangen oder mit einer Gegenfrage geantwortet oder eben einfach nur behauptet.“

            Viele Fragen sind sehr unpräzise gestellt, so dass wir nachfragen müssen, was überhaupt gemeint ist.

            „Beispiel Ethik:
            Ethik (also eure Ethik) ist sehr wohl NICHT in soweit als die einzig wahre Lehre anzusehen – weder als Argument, noch absolut. Genau genommen bleibt das immer noch alles Meinung, Behauptung, Wunsch.“

            Wir vertreten keine „Lehre“. Wir lehnen es ab, Menschen aufgrund äußerer Merkmale oder ihres Geschlechts zu diskriminieren.

  18. Alfons

    Habe kurz drüber nachgedacht, hier einen ernsthaften Kommentar zu schreiben, bis…

    „Auch vor der Veröffentlichung von Kund*innen-Anfragen, die True Fruits via Facebook-Privatnachrichten erhalten hatte, schreckte das Unternehmen nicht zurück. “

    „Liebe Maskulinisten und Antifeminist*innen, spart euch doch einfach die Mühe. Ihr bekommt in unserer Kommentarspalte keinen Raum. Reverse-Sexismus- und Femsexismus-Vorträge könnt ihr gern woanders halten.

    Wir bekommen gerade haufenweise, zum Teil schwer beleidigende Kommentare von Zeitreisenden aus dem Mittelalter. Diese veröffentlichen wir demnächst auf hatr.org.“

    Ahaaaaaaaa. Also deren Veröffentlichungen sind böse, aber eure Veröffentlichungen sind nicht böse.

    #hypocritmuch?

    Schönen Tag noch

    • Indyvegan

      Wir finden es nicht böse, regressive Einstellungen auch als solche zu bezeichnen. Und wenn einige Menschen, Rollenbilder vertreten die der weiteren Vergangenheit enstammen, dann ist ein solches sprachliches Bild treffend.

      Die Veröffentlichung von Kund*innen-Anfragen ohne deren Einverständnis ist nicht „böse“ sondern schlicht unprofessionell.

      • martina

        „Die Veröffentlichung von Kund*innen-Anfragen ohne deren Einverständnis ist nicht “böse” sondern schlicht unprofessionell.“

        Ach, deswegen veroeffentlicht Ihr die Anfragen, die euch hier nicht passen auf einer anderen (Shaming-)Seite? Ich glaube ihr habt das #hypocritmuch von Alfons nicht ganz verstanden…

        • Indyvegan

          “Ach, deswegen veroeffentlicht Ihr die Anfragen, die euch hier nicht passen auf einer anderen (Shaming-)Seite? Ich glaube ihr habt das #hypocritmuch von Alfons nicht ganz verstanden…”

          Die von True Fruits veröffentlichten Anfragen waren Privatnachrichten – inkl. Bild und Namen der Anfragenden – hier geht es hingegen um pseudonyme Kommentare auf einem öffentlichem Blog.
          #unterschiedmuch

  19. Raphaela

    Warum müsst ihr diese engstirnige Ansichtsweise zum Leidwesen der veganen Ernährung verkaufen? Wegen so lächerlichen Beschwerden darf ich mir tagtäglich dumme Kommentare anhören.
    Wollt ihr von jedem Menschen verlangen sich genau so zu verhalten wie es euch gefällt? Wie schizophren wenn Ihr anderen Menschen nicht Ihre Meinung haben lasst. Bringt offensichtlich ungemein viel sich auf diese Art zu empören, dass wirkt garantiert gar nicht kindisch und Ihr habt es True Fruits richtig gezeigt!
    Und wie verhaltet Ihr euch wenn es in dem Text um das männliche Geschlecht gehen würde? Würdet Ihr euch sicher bestätigt fühlen in eurem realitätsfernen Weltbild und es auch noch öffentlich gut heißen unter dem #gerechtigkeitfürfrauen oder?
    Und wenn Ihr euch jetzt beschwert über meine Aussagen, dass ist das Bild was Ihr in die Öffentlichkeit projektiert. Und ich bin weder konservativ, noch sonst irgendwas was Ihr jedem vorwerft der nicht eure Meinung teilt.

    • Indyvegan

      „Wollt ihr von jedem Menschen verlangen sich genau so zu verhalten wie es euch gefällt?“ „Wie *** wenn Ihr anderen Menschen nicht Ihre Meinung haben lasst“

      Nein, wir wollen zum Nachdenken und sich Informieren über Diskriminierung anregen. Wir sind gar nicht in der Lage, Menschen gewaltsam ihre Meinung zu nehmen. Daher ist dein Vorwurf absurd.

      „Und wie verhaltet Ihr euch wenn es in dem Text um das männliche Geschlecht gehen würde?“

      Das haben wir hier in den Kommentaren bereits erklärt.

      „Würdet Ihr euch sicher bestätigt fühlen in eurem realitätsfernen Weltbild und es auch noch öffentlich gut heißen unter dem #gerechtigkeitfürfrauen oder?“

      Welches Weltbild wäre denn aus deiner Sicht „realitätsnah“? Eines, das Diskriminierung hinnimt, totschweigt, verharmlost und Dinge so lässt wie sie sind? Das wäre dann „konservativ“.

  20. Ich kaufe so einen Hipsterdreck aus Prinzip nicht, aber euer Mett ist einfach köstlich.

  21. Verstecktsichhinterderanonymitaet

    Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich es schade finde wie stur die Redaktion hier exakt ihrer Linie zu folgen scheint und nicht einmal innehält und kurz ruhig durchatmet.

    Denkt ihr das ist ein Krieg? Wieso? Ich verstehe euch nicht. Kein bisschen.

    Ihr wollt ein friedliches Zusammenleben aber ich höre nur Hass.
    Aber ich bin wohl genau so ideologisch verblendet wie ihr… nur eben von der anderen Seite.

    Irgendwo in der Mitte wird die Wahrheit liegen. Vielleicht treffen wir uns ja da. Ich würde es mir wünschen.. wir sind ja schließlich alle nur Menschen.

    Mfg 😉

    • Indyvegan

      Wo siehst du hier denn Hass? Willst du mal Hass sehen? Dann schau demnächst mal bei Hatr.og vorbei und schau dir die menschenverachtenden, hasserfüllten Kommentare an, die wir hier bekommen und entsorgt haben. Wir folgen keiner Ideologie. Wir vertreten ethisch folgerichtige emanzipatiorische Überzeugungen. Ganz egal ob sie sich auf menschliche oder nichtmenschliche Tieren beziehen.

      • Verstecktsichhinterderanonymitaet

        Kann man bei so einem komplexen und subjektiven Thema wie Ethik wirklich von „richtig“ und „falsch“ sprechen?
        Es ist schön, wenn Menschen für eine Überzeugung einstehen. Sicherlich ist euer Ziel auch nicht falsch.. naja.
        Finde es nicht gut, dass ihr erwartet, dass sich das Unternehmen zu entschuldigen hat weil es gegen eure Ansichten verstoßen hat. Würdet ihr euch entschuldigen wenn jemand euch in einem von der Formulierung her vergleichbaren Artikel vorwirft gegen dessen Ansichten verstoßen zu haben?

        Vergesst bitte nicht, dass beide Seiten nur eine Meinung sind und Meinungen nicht richtiger werden wenn man sie lauter von sich gibt. Das gilt natürlich auch für eure Gegner, aber ich denke mit euch kann man doch ruhig reden damit ihr als gutes Beispiel voran geht.

        • Indyvegan

          Man kann ethische Positionen argumentieren. Das tun wir. True Fruits hat das nicht getan. Was auch verständlich ist, weil es keine Argumente für einen respektlosen Umgang mit Kund*innen sowie diskriminierende Werbetexte gibt.

          • Verstecktsichhinterderanonymitaet

            Das stimmt, das kann man.

            Ist es denn aber wirklich ein respektloser Umgang? Ich meine.. da wird niemand direkt angesprochen sondern es identifizieren sich nur Menschen damit.. das ist ja aber auch nicht meine Schuld wenn sich jemand schlecht fühlt wenn ich sage „Menschen die XYZ sind ABC“ und diese Person sich selbst als XYZ sieht. Vielleicht sehe ich sie ja nicht als XYZ. Da muss es doch erlaubt sein solche nicht personengebundenen Aussagen zu treffen oder?

            Diskriminierung ist ein wichtiges Thema was dringend angegangen werden muss.. aber da gibt es doch wirklich deutlich direktere Diskriminierung bei Pauschalaussagen über Personengruppen mit eindeutig nachweisbaren Merkmalen als so ein wirklich komplett subjektives Ding. Oder etwa nicht?

          • Indyvegan

            Wir meinten den Respektlosen Umgang mit Kund*innen (siehe Artikel). Dass es, je nach Perspektive, „schlimmere“ Formen von Diskriminierung gibt, ist kein Argument dafür, nicht darüber zu sprechen. Wir sprechen auf unserer Seite über alle Formen von Diskriminierung. Und wenngleich es in der Werbung wesentlich drastischere Beispiele für Lookism und Sexismus gibt, so hat hier vor allem die respektlose Reaktion des Unternehmens den Ausschlag für diesen Artikel gegeben.

            „das ist ja aber auch nicht meine Schuld wenn sich jemand schlecht fühlt wenn ich sage “Menschen die XYZ sind ABC” „

            Wenn dein „ABC“ Menschen diskriminierend abwertet, dann schon. Und das Wort „hässlich“ tut genau das. Nicht jedes Adjektiv ist diskriminierend.

          • Verstecktsichhinterderanonymitaet

            Ich kann leider nicht auf den letzten Kommentar im Baum direkt antworten.. Naja.

            Ich finde eure Art sehr harsch und sehr angreifend. Aber vermutlich findet ihr das Produkt auch harsch und angreifend. Das kann ich nicht teilen.

            Ich hätte gerne persönlich mit meinem Klarnamen diskutiert, aber ich habe ganz große Angst davor von jemandem angegriffen zu werden wenn ich nicht das sage was ihr denkt. Und mit angegriffen meine ich den versuch mein Leben zu zerstören. Vielleicht nicht mit direkter Gewalt aber mindestens mit einer Hetzkampagne.
            Diese Angst mag irrational sein.. sie ist aber vorhanden. Nehmt es nicht als Vorwurf.. nehmt es als Denkanstoß.

            Nun denn, sollten wir uns eines Tages doch tatsächlich ohne Layer der Anonymität begegnen hoffe ich, dass wir uns irgendwie Annähern können. Mir ist diese Aufteilung in 2 sich fast schon hassende Lager wirklich ein Dorn im Auge.

            Alles schwierig 😉

          • Indyvegan

            „Ich finde eure Art sehr harsch und sehr angreifend“

            Zitiere doch mal bitte eine Stelle, die du „harsch und sehr angreifend“ empfindest.

            „Ich hätte gerne persönlich mit meinem Klarnamen diskutiert, aber ich habe ganz große Angst davor von jemandem angegriffen zu werden wenn ich nicht das sage was ihr denkt.“

            Was ist der Anlass für diese Angst? Wurde hier irgendwem gedroht, wenn er eine andere Meinung vertritt? Wenn ja, wo genau?

            „Nehmt es nicht als Vorwurf.. nehmt es als Denkanstoß.“

            Unsere Beiträge sind sachlich und fundiert. Wenn uns das mal irgendwo nicht gelingen sollte, kannst du uns jederzeit darauf hinweisen. Mit „Hetzkampagnen“ hat es nichts zu tun, wenn man sachlich über problematische Geschehnisse berichtet.

            „Mir ist diese Aufteilung in 2 sich fast schon hassende Lager wirklich ein Dorn im Auge.“

            Uns auch. Unsere Beiträge transportieren keinen Hass. Der Hass kommt in diesem Fall aus dem Antifeministischen Lager. Sei froh, dass du die Kommentare von denen hier nicht lesen musst. Die sind widerlich.

  22. Steffi

    Absolut unmögliches Verhalten von True Fruits! Die Aufmachung ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller aufgeklärten Kund*innen, sondern auch tief rassistisch! Etwas auf Grund seiner „blassen und unfruchtigen Optik“ in eine schwarze Verpackung zu stecken, unglaublich. #noblackfaceing

  23. Danke für den Hinweis.
    Ich habe True Fruits soeben von meinem Einkaufszettel gestrichen.
    Ich fand schon die grün gefärbten Flaschen passten herzlich wenig zum bisherigen Image des Echten und Aufrichtigen.
    Aber jetzt auch noch eine „black edition“ und „Date im Dunkeln“
    Das ist mir alles zu pubertär.
    Und mit meiner jahrelangen Erfahrung als „hässliche Freundin“ kann ich mich auch so überhaupt nicht mit dem Gedanken anfreunden, mir von 2 solchen ähm, Männern (hast Du Dir mal die Fotos von Nikolas und Marko angeschaut?) arrangieren zu lassen …
    Gruselig.
    Ist irgendein Werbefuzzi von Axe bei denen eingestiegen?

  24. Salbaum

    Hallo,
    ich bin auf sie aufmerksam geworden, durch ihren „Shitsttorm“ von sog. „Brombeersöhnen“ die ihre Werbung nicht verstehen oder sich darüber meinen beschweren zu müssen.
    Ich werde ihr Produkt, wo immer ich es finde, kaufen. Nicht weil es mir schmeckt, sondern weil solch eine Firma unterstützt werden muss.!
    Gruß
    Alexander Salbaum

    • Indyvegan

      Unser Shitstorm? Wir haben Kritik geübt. Der Shitstorm kam von den Kund*innen. Berechtigterweise.

    • Deine Einstellung finde ich ehrlich gesagt toll, Alexander!
      Und ich hoffe, dass noch viel mehr Leute wie Du künftig True Fruits trinken, allein um uns „hässlichen Feministinnen“ einen auszuwischen.
      Ich verspreche auch, dass ich mich ganz unglaublich ärgern werde, wenn die True Fruits Rechnung aufgeht und all die Dumpfbacken künftig True Fruits statt Bier und anderem Dreck trinken.
      Ein Tipp, Alexander:
      True Fruits findest Du vorne beim Obst und Gemüse.
      Also, die Waren direkt hinter dem Eingang der Supermärkte.
      Also, der etwas teureren Supermärkte.
      Und dort steht True Fruits dann in den Kühlregalen, zusammen mit den bereits geschnittenen Ananas- oder Kokosnussstückchen.
      Ich hoffe, Du erschrickst beim Preis nicht.
      Oder beim Geschmack 🙂

  25. Beatrice

    Bei der Kritik an dem Text auf der Flasche, habe ich true:fruits noch zugestanden „daneben gegriffen“ zu haben. Dann reagierten sie darauf und das hat die für mich sehr unsympathisch gemacht. Ich bin sogar fast geneigt zu glauben , dass sie provozierten, um bekannter zu werden – was sie nicht sympathischer macht. Aber, da sie uns „humorlosen Moralaposteln“ nicht sympathisch sein wollen, sollen sie ihren Willen haben.

  26. In Eurem Artikel wird eine Werbung zitiert und interpretiert. In dieser Werbung für eher junge und unkonventionelle (und etwas unreife) Leute geht es um die Wahrnehmung von Schönheit.

    Es gibt im Volksmund den Spruch »Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters«. Jeder (junge) Mensch, der gerade eine Partnerin oder einen Partner sucht, unterscheidet nach Aussehen, Humor, Intelligenz, Mode und oft auch nach materiellen Dingen. Dabei gibt es Gegensatzpaare:

    – Schönheit und Hässlichkeit
    – Humor und Humorlosigkeit
    – moderne und unmoderne Kleidung
    – Reichtum und Armut

    Die meisten Frauen und Männer legen bei der Partnerwahl individuelle Maßstäbe an. Es gibt nirgends eine objektive Skala für Schönheit oder für Humor – und wenn wir ehrlich sind, auch nicht für Mode und materiellen Reichtum. Wer Maßstäbe anlegt und unterscheidet … der diskriminiert. Genau das »unterscheiden« ist die ursprüngliche Wortbedeutung und es gibt in der Fachsprache sogar positive Diskriminierungen.

    In dem Werbetext geht es offenbar um eine Frau, die ihre Freundin für weniger schön hält und ihr gönnerhaft eine Verabredung ermöglicht. Da zeigt sich in der Gönnerhaftigkeit ein hässlicher Charakterzug. Aber dieses Vergleichen und Abgrenzen gehört nun mal zu den sozialen Interaktionen unter (vor allem jungen) Menschen. Auch das Spielen mit früher tabu gewesenen Worten wie »Blasen im Dunkeln« …

    Am Beispiel der »Wurstfinger« wurde es oben schon beschrieben: Das können Finger sein, die früher nach der Wurst gegriffen haben und heute nach veganen Säften greifen. Es können auch (zweitens) etwas dickere Finger oder (drittens) ungeschickte Finger gemeint sein. Ich kannte bisher nur die dritte Bedeutung. Ich würde in der Werbung auf die erste oder dritte Möglichkeit tippen und nicht gleich die Keule »Fatshaming« herausholen.

    Eure Interpretation ist eine von mehreren möglichen Interpretationen – aus Eurer Sicht die einzig mögliche. Aber Ihr habt nicht die Definitionsmacht über alle Interpretationen. Es gibt Werberinnen und Werber, Konsumentinnen und Konsumenten mit anderen Ansichten.

    Toleranz beruht immer auf Gegenseitigkeit. Ihr wollt als vegane Menschen toleriert und respektiert werden, also wäre es vielleicht keine schlechte Idee, auch mal einen verunglückten Witz zu tolerieren?

    • Indyvegan

      „Eure Interpretation ist eine von mehreren möglichen Interpretationen – aus Eurer Sicht die einzig mögliche. Aber Ihr habt nicht die Definitionsmacht über alle Interpretationen. „

      Richtig, die haben die Betroffenen selbst. Und genau für die gilt es aufzustehen und solche Kampagnen und das darauffolgende Beschwerdemanagement zu kritisieren.

      „Toleranz beruht immer auf Gegenseitigkeit. Ihr wollt als vegane Menschen toleriert und respektiert werden, also wäre es vielleicht keine schlechte Idee, auch mal einen verunglückten Witz zu tolerieren?“

      Der „verunglückte Witz“ ist ein diskriminierender Witz. Wäre True Fruits offen gewesen für die Kritik und hätte seine Kund*innen nicht beleidigt und verspottet, wäre dieser Artikel vermutlich nicht entstanden. Denn schlimmer als der Fauxpas selbst, ist die ignorante und respektlose Reaktion drauf. Das hat dem Unternehmen True Fruits sogar ein Top Ranking eingebracht. Tolerieren, kann man einen solchen Witz nicht. Weil Diskriminierung und ihre Fortschreibung nicht tolerabel sind. Aber man kann sie aufzeigen und kritisieren. Genau das haben wir getan.

      • In einem Rechtsstaat bestimmen nicht allein die Betroffenen oder Opfer, was Recht ist. Es gibt Parlamente, es gibt Gesetze und es gibt Gerichte. Bisher gibt es in diesem Land kein Gesetz gegen pubertäre Witze. Ein solches Gesetz wäre selbst der größte Witz 😉

        Ich kann verstehen, dass sich Menschen von dieser Werbung getroffen fühlen. Manchen ist schon das Thema peinlich, andere fühlen sich vielleicht zeitweise unwohl in ihrem Körper. Das war zu allen Zeiten so, das ist mir auch passiert. Wenn heute eine Gruppe im ÖPNV oder ICE laut über Sex redet, schaue ich lieber in ein Buch und setze mir manchmal Kopfhörer auf. Ich muss das nicht haben.

        Aber mit solchen Geschmacksfragen mussten alle Generationen klarkommen. In den Städten Europas sind heute zwischen einer sehr puritanischen und einer sehr lockeren Einstellung tausende Spielarten möglich. Wir leben in einer permissiven Gesellschaft, in der vieles akzeptiert wird und im Gegenzug auch vieles akzeptiert werden muss.

        Mir ist es lieber, in einem Land mit etwas zu viel Freiheit und etwas zu viel dummen Witzen zu leben, als in einem Land, in dem jedes einzelne Wort zu einer Klage oder einem Boykottaufruf führen kann.
        Menschen müssen mit Freiheit umgehen und sie müssen das täglich neu lernen.

        Menschen können an Dingen wachsen, über die sie sich geärgert haben. Unsere Gesellschaft ist der beste Raum dafür – mit allen Fehlern die sie hat und mit allen Unsicherheiten, die aus der Freiheit erwachsen.

        Herzliche Grüße und ein schönes Osterfest!

        • Indyvegan

          Wir wir schon sagten. Die Definitionsmacht für Diskriminierungserfahrungen haben die Betroffenen. Und dass ein Sachverhalt nicht über Gesetzliche Regelungen erfasst ist, ist kein Argument. Die Ausbeutung von Tieren ist auch rechtliche legitimiert und dennoch ethisch unvertretbar. Um mal nur ein Beispiel zu nennen. Die „Geschmacksfrage“ die du stellst hat eine Relevanz für die individuelle Frage, ob einem etwas gefällt oder nicht. Diskriminierung ist aber nichts was von „Geschmack“ bestimmt wird, sondern meist von Faktoren wie: Geschlecht, Herkunft, Aussehen, Religion etc. Ja, die Gesellschaft kann wachsen. Das glauben wir auch und genau deshalb machen wir emanzipatorische Perspektiven stark.

          • BasementBoi (@TheBasementBoy)

            Und die Definitionsmacht für religiöse Fragen hat der Papst. Euch fällt tatsächlich nichts besseres ein, als jeglichen Diskurs mit den Hinweis auf die DefMa zu tabuisieren? Und dann regt Ihr Euch darüber auf, das truefruits sich scheinbar nicht mit Euren Argumenten (wobei es bloß um die Übernahme eines Kanons geht) auseinandersetzt?

            So funktioniert das nicht, niemals!

          • Indyvegan

            “Und die Definitionsmacht für religiöse Fragen hat der Papst.”

            Falsch. Der Papst ist der “Chef” der römisch-katholischen Kirche. Ob er dort die alleinige Definitionsmacht hat oder ob auch andere was zu melden haben, wissen wir gerade nicht. Die Definitionsmacht über religiöse Fragen im Allgemeinen hat er damit allerdings nicht.

            “Euch fällt tatsächlich nichts besseres ein, als jeglichen Diskurs mit den Hinweis auf die DefMa zu tabuisieren?”

            Wir tabuisieren nicht den Diskurs. Wir sagen, dass die Definitionsmacht bei den Betroffenen liegt.

            “Und dann regt Ihr Euch darüber auf, das truefruits sich scheinbar nicht mit Euren Argumenten (wobei es bloß um die Übernahme eines Kanons geht) auseinandersetzt?”

            true fruits ist bereits vor erscheinen unseres Artikels mit patzigen, veröhnenden und respektlosen Antworten aufgefallen. Diese patzigen, verhöhnenden und respektlosen Antworten kam von true fruist auf freundliche Kommentare oder Persönliche Nachrichten von Kund*innen, die keine Übernahme eines “Kanons” gefordert haben. Unser Artikel war eine Reaktion auf die Firmenpolitik von true fruits.

      • Anon

        „Das hat dem Unternehmen True Fruits sogar ein Top Ranking eingebracht. “

        … weil das irgendjemand auf seinem „Social Media Blog“ so mal daher sagt.
        Wenn man die like Zahlen von der „Entschuldigung“ mit den likes eures Facebook Posts vergleicht kommt man da aber zu einem ganz anderem Ergebnis.
        Insofern wuerde ich sogar sagen, dass TF damit mehr gewonnen als verloren hat.
        Sicher kann man sich da natuerlich nicht sein, das werden nur die Verkaufszahlen zeigen.
        Und die sehen wir sicher nicht.

        • Indyvegan

          Ein argumetum ad populum ist nie eine gute Idee in einer Diskussion.

          Wenn dir aber quantitative Vergleiche helfen…
          Für unseren Beitrag verhält sich die Like-Zahl der Seite zur Like-Zahl unseres Beitrags 1:0,08. Bei True Fruits sind es 1:0,03. Argumentativ sagt aber auch das nichts über die Aussage unseres Beitrages und die Kritik der Kund*innen.

          • Um mit einer Gemeinsamkeit zu beginnen: Ich habe gerade noch mal nach den Aussagen des »Barilla«-Chefs gesucht. Ich finde diese Aussage in der Tat diskriminierend. Mehr noch: Sie war auch noch sehr dumm. Sie eignet sich aber, um tatsächliche Diskriminierung zu erkennen und von anderen Sachverhalten abzugrenzen.

            Damals gab es eine Aussage über eine klar abgegrenzte Gruppe: Erwachsene Menschen sind sich in der Regel klar darüber, ob sie homosexuell sind bzw. ob sie dazu neigen. Es gab weiterhin eine Aussage über einen klar abgegrenzten Sachverhalt: Der Nudelhersteller wolle mich homosexuellen Paaren nicht werben. Es gibt ein Rechtsgut »homosexuelle Beziehung«, das gegen Diskriminierung geschützt werden soll. Da sind wir uns einig.

            An den beiden Kriterien Abgrenzung der Gruppe und Abgrenzung des Sachverhalts sind die relevanten Unterschiede zu »truefruits« zu erkennen. Der erste Satz der oben zitierten Werbung bezieht sich auf eine doppelt unbestimmte Gruppe: Auf Menschen, denen eventuell zugeschrieben worden sein könnte, von einem unbestimmten Schönheitsideal abzuweichen. Über »truefruits« können sich sicher einzelne Personen ärgern, aber es ist keine Diskriminierung – weil Gruppe und Gegenstand der Aussage völlig unbestimmt sind.

            Die Aussage des »Barilla«-Chefs wurde zum Problem, weil es hunderttausende Menschen in lesbischen und schwulen Beziehungen gibt, die konkret angesprochen wurden. Die »truefruits«-Flasche wird zum Problem, wenn man sie unbedingt als Problem sehen will.

            Der Rest des »truefruits«-Textes ist überhaupt nicht diskriminierend, sondern er ist lediglich frivol. Dass über Sexualität so offen gesprochen wird, ist eine Begleiterscheinung der offenen Gesellschaft. Vom Karneval bis zum Christopher Street Day: Überall wird es schriller, bunter und offener. Ich hoffe, dass uns diese Freiheit erhalten bleibt. Wo Freiheit ist, ist aber auch das Aushalten der Freiheit geboten – inklusive eines dummen Spruchs über das Schlucken im Dunkeln.

          • Indyvegan

            „Über »truefruits« können sich sicher einzelne Personen ärgern, aber es ist keine Diskriminierung – weil Gruppe und Gegenstand der Aussage völlig unbestimmt sind. „

            Die Zuschreibung „hässlich“ diskriminiert Menschen und schreibt die Diskriminierung gegen sie fort, die nicht gängigen Schönheitsnormen entsprechen. Diskriminierung ist nicht erst dann als solche identifiziert, wenn die diskriminierte Gruppe klar abzugrenzen ist.

            „Die »truefruits«-Flasche wird zum Problem, wenn man sie unbedingt als Problem sehen will.“

            Es gibt eine Reihe von Menschen, die ein Problem damit haben und entweder betroffen sind oder sich mit Betroffenen solidarisieren. Betroffenen vorzuwerfen, sie würden etwas ja nur „unbedingt als Problem sehen“ wollen, ist anmaßend diesen Menschen gegenüber.

          • Anon

            Ich habe nie behauptet, dass die Mehrheit Recht hat.
            Meine einzige Aussage ist, dass es teilweise so dargestellt wird, als ob TF einen mega PR / CRM fail begangen hat mit der Reaktion.
            Das halte ich zumindest fuer gewagt.

            Die like Zahlen relativ zur Userbase zu setzen sieht natuerlich toll fuer euch aus (http://de.wikipedia.org/wiki/Publikationsbias).
            Hilfreich ist das aber nicht. Bei Kampagnen und Werbung geht es nunmal um den reach.
            Und da hatte TF nunmal knapp 10 mal so viel.

          • Indyvegan

            An welcher Stelle haben wir das denn so dargestellt?

  27. Hel

    Schade um die Smoothies, aber ich steige ab sofort auf innocent o.a. um.
    Über einen blöden Spruch hätte ich vielleicht noch hinweg sehen können, aber die Reaktion der PR-fee bzw. des Unternehmens ist das Letzte.
    Vielen Dank, indyvegan für diesen guten Artikel. Ich bewundere eure unablässigen Mühen immer wieder sachlich auf Kommentare einzugehen, deren AutorInnen es am Verständnis fehlt, dass die Sprache unsere innere Einstellung prägt.

    • Indyvegan

      Der Hashtag #schluckimdunkeln war übrigens eine Idee der Pressesprecherin des Unternehmens.

  28. Sehr geil! Alleine schon wegen solchen Heulsusen wie die Blogbetreiber hier werde ich dieses Produkt nun wöchentlich kaufen! Endlich mal eine Firma die nicht klein bei gibt und ehrlich ist. 1000 mal besser als diese ganzen Gutmenschen und Moralapostel.

    Danke für deinen Blog Post! Die Firma hat einen neuen Kunden!

  29. Mandy

    Ich möchte auch fragen warum im artikel nur von kundinnen die rede ist? ich wette auch ein paar männer kaufen das auch wenn die vllt nicht dazu stehen 😉

    Weiter zum Produkt: habe das grüne mal getrunken, war recht lecker.
    Wie schmeckt das schwarze so?

    was bedeuted „lockistisch“? Klingt ein wenig nach fantasiewort, oder? 😉 😀

  30. Tina

    Danke für den interessanten Beitrag. Ich bin total geschockt über die Kommentare, wie kann man so reagieren. Ich kaufe die smoothies wegen des hohen Preises selten, nun nicht mehr. Humor ? Ich denke, es ist der Gedanke, der mir nicht gefällt. Tina

  31. Pingback: Die schwarze Flasche und die Freiheit | stefanolix

    • Indyvegan

      Wir hierarchisieren Probleme nicht. Wir tun, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt. Das kann die aktive Teilnahme an einer Demo sein, die praktische Unterstützung Geflüchteter, die Aufnahme von Tieren in Not oder auch die Aufklärung über Lookismus und Sexismus.

  32. Udl

    Danke euch sehr für eure klugen und sachlichen Antworten! Immer wieder erschreckend, wieviel latenter und offener Sexismus in unserer Gesellschaft steckt. Früher war ich sehr betroffen, wenn sogar Frauen da mitgemacht haben. Heute tun sie mir nur leid, weil sie sich für die totale Anpassung entschieden haben und lieber über frauenfeindliche Witze lachen ( oder so tun als ob), als ein Wort gegen Männer zu erheben.. Ich kannte das Produkt nicht, werde aber ganz sicher nichts davon kaufen. Da sind die Marketingstrategen deutlich übers Ziel hinausgeschossen , in der Absicht, cool und witzig sein zu wollen. Im Folgenden ( Trotziges Beharren , Private Nachrichten veröffentlichen, etc.. ) disqualifizieren die Verantwortlichen sich selbst. Sehr unsouverän. Und wer hier meint, es sei eine Kleinigkeit, „ein etwas überzogener Spruch, na und ?“ – genau sowas, vermeintliche Nichtigkeiten sind der Ursprung – vertiefen subtil das falsche Frauenbild : Schön sein , brav sein, zu Willen sein! Die Sprache ist der Spiegel der Gesellschaft und prägt das Denken :::>prägt das Handeln. Ich weiß nicht, ob ich mir noch die Haßtiraden auf hatrs.org geben möchte;! Ich kann es mir vorstellen… Beleidigungen unter der Gürtellinie gibt es so auch nur für das weibliche Geschlecht…Das enthüllt, wie hauchzart die sogenannte Gleichberechtigungsdecke über Allem liegt….Über Gewalt ( auch verbaler ), Abwertung, Geringschätzung ( gleiches Gehalt für gleiche Arbeit..? ) ,etc. .. Da kommt so ein Altherrenwitz auf hip getrimmt vergleichsweise harmlos rüber – enthüllt aber viel – und zeigt, wieviel noch schief liegt – vor allen erklärt es sexistische Sprüche immer noch als gesellschaftsfähig – und ich danke Indyvegan dafür, zu sagen: “ Nein, ist es nicht!“

  33. Pingback: True Fruits will keine Smoothies mehr verkaufen | Ti_Leo meint:

  34. eni

    meine güte

    ethik ist ein produkt aus erziehung und erfahrungen. zu glauben seine eigene ethik sei anderen überlegen ist sehr naiv, da einem dazu schlicht die erfahrungen des anderen fehlen. dazu kommt noch, das ethik stark von region und kultur abhängig ist.
    anders als in der naturwissenschaft gibt es hier kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, welches sich mit algorithmen oder ähnlichem belegen lässt.

    zu eurer sache: es gillt nicht leute zu überzeugen, die so denken wie ihr selbst.
    ihr werdet zu diesem artikel nur zustimmung von leuten bekommen, die sich ihre meinung zu dem thema schon längst gemacht haben. für alle anderen bietet ihr nur weitere angriffsfläche. jemand der sich nicht mit den selben themen wie ihr beschäftigt, wird niemals verstehen können, warum ihr euch von all dem elend welches auf der welt existiert, ausgerechnet eine bedruckte saftflasche aussucht.

    kann ich ehrlich gesagt auch nicht. ohne euch beleidigen zu wollen, aber das ganze kommt mir sehr pupertär vor. mit der viel angepriesenen altersmilde kommt in der regel auch die einsicht, das man sich seine schlachten gut aussuchen muss und mann mehr erreicht, wenn man nicht auf konfrontation aus ist.

    apropos: eure blogsoftware wordpress verwendet intern nur männliche funktionsnamen, das default-login ist auch männlich. das schreit doch förmlich nach einem boykott?

    jetzt kannst du den kommentar löschen. um veröffentlicht zu werden ist er euch gegenüber ja viel zu kritisch.

    • Indyvegan

      Ethik ist argumentier- und begründbar. Wenn du eine von unserem emanzipatorischen Grundverständnis abweichende ethische Sichtweise begründen willst, versuche es doch einfach.

      „ihr werdet zu diesem artikel nur zustimmung von leuten bekommen, die sich ihre meinung zu dem thema schon längst gemacht haben.“

      Das ist eine Mutmaßung. Und selbst wenn sie zuträfe, würden wir mit unserem Beitrag Betroffene empowern. Allein das wäre Grund genug.

      „jemand der sich nicht mit den selben themen wie ihr beschäftigt, wird niemals verstehen können, warum ihr euch von all dem elend welches auf der welt existiert, ausgerechnet eine bedruckte saftflasche aussucht.“

      Eigentlich reicht dafür das Lesen des Artikels vollkommen aus. Denn in diesem Artikel wird klar, dass er entstanden ist, weil das Unternehmen dermaßen respektlos und unprofessionell mit Kund*innen-Beschwerden umgegangen ist. Die Festellung, dass es schlimmeres „Elend“ auf der Welt gibt, über das es zu schreiben lohne, ist richtig, aber kein Argument. Mit dieser Begründung lässt sich so ziemlich jede Meinungsäußerung delegitimieren. Deine übrigens auch: „Es gibt so viel Schlimmeres im Internet. Warum kommentierst du ausgerechnet hier?“ Merkste? 😉

      „mit der viel angepriesenen altersmilde kommt in der regel auch die einsicht, das man sich seine schlachten gut aussuchen muss und mann mehr erreicht, wenn man nicht auf konfrontation aus ist.“

      An welcher Stelle unseres Artikels haben wir die Konfrontation gesucht? Bitte zitiere mal die Stelle(n). Wir haben True Fruits eine sachliche Interviewanfrage geschickt. Diese wurde erst zu- und dann abgesagt. Wir haben einen Dialog gesucht, den das Unternehmen mit seinen Kund*innen nicht führen wollte. Und am Ende haben wir über das berichtet, was vorgefallen ist.

      „apropos: eure blogsoftware wordpress verwendet intern nur männliche funktionsnamen, das default-login ist auch männlich. das schreit doch förmlich nach einem boykott? „

      Wenn du uns erklären kannst, wen wir mit der Verwendung von WordPress in welcher Form diskriminieren oder welche Diskriminierungsform wir damit fortschreiben, wäre das sicher eine Option für dich. Leider erwecken deine Ausführungen eher den Eindruck, dass du dich dringend oberhalb des Stammtischniveaus mit dem Thema „Sexismus“ befassen solltest.

      „jetzt kannst du den kommentar löschen. um veröffentlicht zu werden ist er euch gegenüber ja viel zu kritisch.“

      Auch wenn dir das nicht gefallen wird. Wir haben hier keinen einzigen Kommentar entsorgt, der kritisch aber sachlich war.

      • eni

        > Eigentlich reicht dafür das Lesen des Artikels vollkommen aus. Denn in diesem
        > Artikel wird klar, dass er entstanden ist, weil das Unternehmen dermaßen
        > respektlos und unprofessionell mit Kund*innen-Beschwerden umgegangen ist

        das reicht für leute aus, welche der selben meinung sind wie ihr. wie bereits im ersten beitrag erwähnt, gillt es aber leute zu überzeugen, die nicht so denken wie ihr, wenn ihr mit eurer sache wirklich erfolg haben wollt.

        > An welcher Stelle unseres Artikels haben wir die Konfrontation gesucht? Bitte
        > zitiere mal die Stelle(n). Wir haben True Fruits eine sachliche Interviewanfrage
        > geschickt. Diese wurde erst zu- und dann abgesagt. Wir haben einen Dialog gesucht,
        > den das Unternehmen mit seinen Kund*innen nicht führen wollte. Und am Ende
        > haben wir über das berichtet, was vorgefallen ist.

        die ganze ‚kampagne‘ gegen diesen saftladen ist nichts anderes als bilderbuch-konfrontation auf teenager-niveau. ihre antworten aber auch. ich würde weder ihre smoothies kaufen, noch für euch auf die strasse gehen. das ist zwar jetzt geraten, aber so wird es wohl die merheit sehen.

        > Wenn du uns erklären kannst, wen wir mit der Verwendung von WordPress in
        > welcher Form diskriminieren oder welche Diskriminierungsform wir damit
        > fortschreiben, wäre das sicher eine Option für dich.

        wenn man genug lange sucht findet man immer etwas: wordpress verwendet als datenbank mysql. mysql wird von der firma oracle ‚vertrieben‘. diese firma wurde von einem gewissen larry elison gegründet, welcher nicht gerade dafür bekannt ist, andere leute zu respektieren. mysql zu installieren heisst indirekt, larry zu helfen, sein vermögen noch weiter zu vergrössern. natürlich sollte das nicht ernst genommen werden. das sollte nur ein beispiel sein, das man immer etwas findet, was einem nicht passt.

        > Leider erwecken deine
        > Ausführungen eher den Eindruck, dass du dich dringend oberhalb des
        > Stammtischniveaus mit dem Thema “Sexismus” befassen solltest.

        als kind von 68ern habe ich mich sehr intensiv damit befassen müssen.
        mich intressiert mich die thematik aber ehrlich gesagt überhaupt nicht. ich möchte mich nicht damit auseinandersetzen, denn ich habe andere schwerpunkte im leben und nur begrenzt zeit bis ich sterbe.

        als junger aktivist war ich mal ähnlich wie ihr. viele der kämpfe von damals erscheinen mir heute aber lächerlich, undurchdacht und sehr naiv. ich musste mir irgendwann eingestehen, das diese für ‚toleranz kämpfenden‘ kreisen, in denen ich mich bewegt habe eigentlich die intolerantesten sind, die ich kannte. am besten ihr fragt mal die 68er, was sie von eurem kampf so halten.

        • Indyvegan

          „wie bereits im ersten beitrag erwähnt, gillt es aber leute zu überzeugen, die nicht so denken wie ihr, wenn ihr mit eurer sache wirklich erfolg haben wollt.“

          Seit wann legst du fest, was es für uns zu tun gilt? Ja, sicher ist es ein Ziel, auch über *ismen aufzuklären und dafür zu senisbilisieren. Die besten Chancen hierfür hat man mit einem sachlichen Beitrag. Diesen haben wir veröffentlicht.

          „die ganze ‘kampagne’ gegen diesen saftladen ist nichts anderes als bilderbuch-konfrontation auf teenager-niveau.“

          Wir verstehen nicht, was du mit „Kampagne“ meinst. Wir haben hier einen Beitrag veröffentlicht. Wenn du diesen kritisch siehst, dann zitiere Passagen die deiner Auffassung nach „auf teenager-niveau“ liegen.

          „natürlich sollte das nicht ernst genommen werden. das sollte nur ein beispiel sein, das man immer etwas findet, was einem nicht passt.“

          Wir haben an keiner Stelle behauptet, dass wir mit unserem Projekt in keiner Weise bestehende Herrschaftsstrukturen unterstützen. Wir versuchen dies ausdrücklich zu vermeiden. Da wir uns im Internet und in einer globalisierten Wirtschaftslandschaft bewegen, ist es unmöglich, dies komplett zu vermeiden. Die Feststellung, dass man immer Dinge findet, die ethisch problematisch sind, ist richtig. Jedoch ist es weder ein Arguement dagegen, Probleme zu benennen. Noch haben wir hier einen Artikel über die den Schwager des Freundes der Großtante des Firmenchefs von True Fruits geschrieben, sondern über einen sehr konkreten und direkten Fall, auf den es konkrete und direkte Antworten seitens des Unternehmens gab.

          „als kind von 68ern habe ich mich sehr intensiv damit befassen müssen.“

          Ja, leider haben viele der sogenannten 68er ihre Ideale aufgegeben oder sogar verraten. Aber eben nicht alle.

          „ich musste mir irgendwann eingestehen, das diese für ‘toleranz kämpfenden’ kreisen, in denen ich mich bewegt habe eigentlich die intolerantesten sind, die ich kannte. „

          Wir bringen unsere Intoleranz gegenüber Diskriminierung zum Ausdruck. Und wir verstehen nicht, was du uns eigentlich sagen willst, abseits gewollt altglug klingender Ratschläge ohne Begründung. Wir haben noch immer nicht verstanden, was deine Kritik ist und womit du sie begründest.

  35. Mäx

    Sowohl wahrgenommene Beleidigung als auch ihre Begriffe von Gleichheit und Gerechtigkeit sind ein Luftschloss ,“Indyvegan“! Was für eine kollossale Zeitverschwendung.

    • Indyvegan

      Ähm? Würdest du bitte konkretisieren, was genau du meinst? Wir werden nicht schlau aus deinem Kommentar.

      • no

        Zwischenfrage:

        Ich lese hier die ganze Zeit von ‚wir’… wir verstehen nicht… wir denken, meinen…

        Pluralis Majestatis oder wie?

        • Indyvegan

          Wir als Indyvegan.

          Beantwortest du noch unsere Frage, was du mit Neudefinition meinst?

  36. Felix

    Großartig, wie sich „Indyvegan“ vor den Marketingkarren von true fruits spannen lässt. Ich nehm euch sogar ab, dass ihr meint, hier irgendwas Gutes zu tun. Aber der Mainstream ist angenervt vom Online-Empörungsbürger – und es werden Leute Smoothies kaufen, einfach aus dem Grund, dass sie euch unsympathisch finden. Statt auf solche Strohpuppen einzuschlagen, solltet ihr euch vielleicht mit echten Problemen auseinander setzen.

    Cheers.

    • Indyvegan

      „Aber der Mainstream ist angenervt vom Online-Empörungsbürger – und es werden Leute Smoothies kaufen, einfach aus dem Grund, dass sie euch unsympathisch finden.“

      Du glaubst ernsthaft, dass Leute Produkte von true fruits kaufen, weil sie uns unsympathisch finden? Wir würden keine Produkte einer Firma kaufen, nur weil wir deren Kritiker*innen unsympathisch finden.

      „Großartig, wie sich “Indyvegan” vor den Marketingkarren von true fruits spannen lässt.“

      Vielleicht ist es anders rum und es lassen sich die unkritischen Konsument*innen vor true fruits Marketingkarren spannen, wenn es nichts weiter als unsympathischer Kritiiker*innen Bedard, um die Leute zum Kauf von true fruits Produkten zu animieren.

  37. Stefan Tilkov

    Mir scheint, dass nur ein sehr kleiner Anteil von Menschen – nämlich die, die Eure Überzeugung bereits komplett teilen – für Eure Kritik Verständnis haben. Genau so gibt es einen großen Anteil, der sich nie im Leben etwas von dem annehmen würde, was Ihr für richtig haltet.

    Schade nur, dass der Effekt dessen, was Ihr tut, auf die dazwischen – die Unschlüssigen sozusagen – bestimmt nicht der ist, den Ihr Euch wünscht. Die TrueFruits-Leute wirken auf diese gradlinig, ehrlich und konsequent, also perfekt passend zu ihrer Corporate Identity. Ihr dagegen wirkt wie diejenigen, die aus der sprichwörtlichen Mücke einen Elefanten machen. Am Ende wird es wohl (was ich natürlich (noch) nicht belegen kann) einen umgekehrten Streisand-Effekt geben und TF kann sich bei Euch bedanken. Warum macht man das also? Ich würde das wirklich gerne verstehen.

    • Indyvegan

      „Mir scheint, dass nur ein sehr kleiner Anteil von Menschen – nämlich die, die Eure Überzeugung bereits komplett teilen – für Eure Kritik Verständnis haben.“

      Gesellschaftliche Veränderungen gehen zunächst immer von kleinen Gruppen aus, die die bestehenden Verhältnisse in Frage stellen. Wir sind sicher, dass wir einige Menschen dazu bewegen können, sich über Dinge wie Lookismus oder Sexismus Gedanken zu machen, auch wenn ihnen das Problem bislang nicht bewusst war. Nur weil wir mit unserer Kritik die breite Masse nicht erreichen, ist das für uns kein Grund keine Kritik mehr zu üben. Wenn alle schweigend zusehen, wird sich nichts ändern.

  38. Kathi

    Furchtbar, dass dieser gute Artikel fast ausnahmslos unreflektierte, sexistische Kommentare erntet. Ich finde jede einzelne eurer Antworten großartig und horizonterweiternd. Schade, dass diese Wirkung anscheinend bei vielen hier ausbleibt. Trotzdem toll, dass ihr euch weiterhin die Mühe gebt, jedes Kommentar zu beantworten, egal wie dämlich manche davon sind.

  39. Watson

    Lieber Autor,

    existiert für dich ein Unterschied zwischen Sexismus und sexistischem Humor?

  40. no

    Ich werde mir mal so einen Smoothie (übrigens auch ein richtig ekelhaftes Hippster-Wort) kaufen – ganz sicher.

  41. Erna

    Ich finde die Reaktion dieser Firma klasse und angemessen. Kauft das Produkt nicht, regt euch nicht auf, so einfach ist das.

    • Indyvegan

      Wir regen uns nicht auf. Wir kritisieren diskriminierende Sprache. Und damit werden wir weiter machen.

  42. m

    Die Schnappatmung der politisch korrekten, sich für moralisch überlegen haltenden:

    UN-BE-ZAHL-BAR!!!

    Muahahahahaha

  43. MM

    Ich finde die Werbung, den Artikel oben und auch eure Kommentare zu den Kommentaren aus mehreren Gründen interessant.

    Es wird in eurem Artikel unterstellt, dass es „Betroffene“ gibt. Wenn man das tut, dann hängt man selber in eben genau dem Schubladendenken von „schön“ und „hässlich“ drin. Das merkt man letztlich auch an euren Kommentaren zu den Kommentaren hier:

    „Diskriminierung sollte auch dann benannt werden, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.“

    Damit wird unterstellt, dass es „Betroffene“ gibt und dass Ihr aber nicht dazu gehört oder

    “ Und wenn du im Supermarkt eine solche Flasche in die Hand nimmst und Betroffene bist, dann schränkt dich das ein. “

    Hier wird das noch verstärkt. Erstmal nehmt Ihr an, dass es Betroffene gibt und „bestimmt“, dass diese durch einen solchen Text eingeschränkt werden. Oder auch hier:

    „Richtig, die haben die Betroffenen selbst. Und genau für die gilt es aufzustehen und solche Kampagnen und das darauffolgende Beschwerdemanagement zu kritisieren.“

    Hier macht Ihr letztlich die gleiche Zuschreibung und sortiert euch selber in die Gruppe derer ein, die „nicht hässlich“ sind, den ihr seid ja nicht „betroffen“ und kämpft aber sozusagen gegen Gruppenzuschreibungen, die Ihr selber helft weiter zu konstruieren.

    Vorurteile und Schubladendenken sind eine mächtige Angelegenheit, in die man sich auf vielfältige Weise verstricken kann und die nur schwer aufzulösen sind und zwar bei einem selber und natürlich auch gesellschaftlich. Und wir haben bei sowas zwei Gruppen: die eine, die real oder vermeintlich diskriminiert und die andere, die gegen diese reale oder vermeintliche Diskriminierung „vorgeht“. Beide hängen aber immer gleichen Denken fest und manifestieren es. Es gibt nur einen Unterschied: Ihr wähnt euch auf der „guten“ Seite – das dahinterliegende Schubladendenken aber ist letztlich das Gleiche.

    • Indyvegan

      Hallo MM,

      „Ich finde die Werbung, den Artikel oben und auch eure Kommentare zu den Kommentaren aus mehreren Gründen interessant.
      Es wird in eurem Artikel unterstellt, dass es “Betroffene” gibt. Wenn man das tut, dann hängt man selber in eben genau dem Schubladendenken von “schön” und “hässlich” drin.“

      Betroffene sind alle jene, die sich betroffen fühlen. Das können Menschen sein, die nicht der gängigen Norm von ″schön″ entsprechen und dies teilweise immer wieder zu hören bekommen. Das können aber auch Menschen sein, die sich subjektiv ″hässlich″ fühlen, obwohl sie dem gesellschaftlichen Ideal von ″schön″ entsprechen.

      „Das merkt man letztlich auch an euren Kommentaren zu den Kommentaren hier:

      “Diskriminierung sollte auch dann benannt werden, wenn man selbst nicht davon betroffen ist.”
      Damit wird unterstellt, dass es “Betroffene” gibt und dass Ihr aber nicht dazu gehört oder“

      Nein, damit sagen wir keineswegs, dass wir nicht betroffen sind. Wir sagen, dass man sich grundsätzlich gegen Diskriminierung aussprechen sollte, um andere darauf aufmerksam zu machen, dass es Menschen gibt, die sich diskriminiert fühlen könnten.

      ” Und wenn du im Supermarkt eine solche Flasche in die Hand nimmst und Betroffene bist, dann schränkt dich das ein. ”
      Hier wird das noch verstärkt. Erstmal nehmt Ihr an, dass es Betroffene gibt und “bestimmt”, dass diese durch einen solchen Text eingeschränkt werden.“

      Nochmal: Es gibt Menschen, die nicht dem gängigen Ideal von ″schön″ entsprechen und die deswegen immer wieder Abwertung erfahren. Genauso gibt es Menschen, die sich subjektiv ″hässlich″ fühlen und denen dieser Spruch ebenfalls nahe gehen könnte.

      „Oder auch hier:
      “Richtig, die haben die Betroffenen selbst. Und genau für die gilt es aufzustehen und solche Kampagnen und das darauffolgende Beschwerdemanagement zu kritisieren.”
      Hier macht Ihr letztlich die gleiche Zuschreibung und sortiert euch selber in die Gruppe derer ein, die “nicht hässlich” sind, den ihr seid ja nicht “betroffen” und kämpft aber sozusagen gegen Gruppenzuschreibungen, die Ihr selber helft weiter zu konstruieren.“

      Siehe oben.

      „Vorurteile und Schubladendenken sind eine mächtige Angelegenheit, in die man sich auf vielfältige Weise verstricken kann und die nur schwer aufzulösen sind und zwar bei einem selber und natürlich auch gesellschaftlich. Und wir haben bei sowas zwei Gruppen: die eine, die real oder vermeintlich diskriminiert und die andere, die gegen diese reale oder vermeintliche Diskriminierung “vorgeht”. Beide hängen aber immer gleichen Denken fest und manifestieren es. Es gibt nur einen Unterschied: Ihr wähnt euch auf der “guten” Seite – das dahinterliegende Schubladendenken aber ist letztlich das Gleiche.“

      Da geben wir dir recht. Wir versuchen Konstrukte wie „Schön“ und „Hässlich“ aufzulösen und plädieren für eine diskriminierungsfreie Sprache. Menschen sollten an ihrem Verhalten und ihrem Tun gemessen werden und nicht daran, wie sie aussehen.

  44. Karl

    Die Firma hat in mir einen neuen Kunden gewonnen. Endlich mal jemand der sich gegen das Gejammer stellt und von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung nicht abrückt, nur weil irgendwo irgendwer seine Gefühle beleidigt sieht.

    Bravo!

  45. Philipp

    Ich komme gerade von Genderama hierher und ich muss sagen: Respekt für eure Diskussionskultur! Das beeindruckt mich wirklich, da ich es oft ganz anders wahrgenommen habe auf feministischen Blogs. Ein Leser mehr 😉

    Was True Fruits angeht: Ihr habt mit eurer Kritik recht. Allerdings finde ich es von True Fruits trotzdem besser, derart ehrlich zu sein als sich nur aus PR Gründen zu verbiegen. Manchmal sind Gegensätze besser als immer alles zu relativieren. Ich werde die Produkte trotzdem nicht mehr kaufen.

  46. Daniel

    Dankeschön True Fruits! Ich bin zwar jetzt nicht unbedingt ein Smoothie-Liebhaber, werde aber in Zukunft hin und wieder mal ein Produkt von euch kaufen. So viel Ehrlichkeit und Rückgrat muss man einfach unterstützen. Das gibt ein klein wenig Hoffnung in dieser überidiologisierten, durchgenderierten, degenerierten, korrupten, lobyistisch politisch krankhaft korrekten Welt. Ich wünschte es würde mehr Menschen wie euch geben und sie würden endlich mal ihren Mund aufmachen.

  47. Werner Hohenbein

    Mist. Ich dachte truefruits hätte zum Spass eine neue Edition mit „lookistischekacke“ rausgebracht – das wäre mal eine tolle Aktion gewesen. Ich werde jedenfalls gleichmal in den Laden und mich mit Smoothies von truefruits eindecken, scheint so als wären das coole Typ*innen und nicht so gegenderte Jammerlappen wie hier…

  48. Famfon der falufäische Ochfe

    Da es sich zu einem sehr großen Teil um das subjektive Empfinden und nicht um objektive, messbare Maßstäbe handelt kann man nie vermeiden, daß sich jeperson auf den Schlips/das Halstuch getreten fühlt. Gerade bei Humor, der Aspekte der Realität aufgreift und verdeutlicht. Da gibt es dann vier Möglichkeiten:
    1) den Kopf schütteln und das Zeug künftig nicht (mehr) kaufen.
    2) mal ernsthaft nachdenken, ob man eventuell selbst schon lange auf der anderen Seite vom Pferd gefallen ist und sich mit Fragen wie „Darf ein Christ Sprite trinken?“ den Tag füllt.
    3) den Hersteller anschreiben und ihm sachlich die eigene Sicht der Dinge darlegen.
    4) den Hersteller anplärren, ihm das eigene Empfinden als allgemeingültiges Faktum um die Ohren schlagen, dafür ausgelacht werden und darüber dann weiterplärren.

    Unter uns, eins muß nicht immer gleich mit Nummer 4 beginnen.

    • Indyvegan

      „Da es sich zu einem sehr großen Teil um das subjektive Empfinden und nicht um objektive, messbare Maßstäbe handelt kann man nie vermeiden, daß sich jeperson auf den Schlips/das Halstuch getreten fühlt.“

      Wir sprechen uns für eine diskriminierungsfreie Sprache aus, auch wenn sich dadurch nicht ausschließen lässt, dass es immer jemanden geben kann, der*die sich auf den Schlips oder das Halstuch getreten fühlt.

      3) den Hersteller anschreiben und ihm sachlich die eigene Sicht der Dinge darlegen.
      4) den Hersteller anplärren, ihm das eigene Empfinden als allgemeingültiges Faktum um die Ohren schlagen, dafür ausgelacht werden und darüber dann weiterplärren.

      Unter uns, eins muß nicht immer gleich mit Nummer 4 beginnen.

      Der Hersteller wurde wiederholt sachlich angesprochen und hat daraufhin wiederholt abfällige und beleidigende Antworten gegeben.

  49. Indyvegan

    Wir danken euch für die regen Diskussionen und schließen hiermit den Kommentarbereich für diesen Beitrag.

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