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Echt oder unecht? Wann ist ein Mann ein Mann?

Das Aufspüren und Töten nichtmenschlicher Tiere, ob aus vorgeblichen Gründen des Naturschutzes oder einfach zur Freude, gemeinhin bekannt als Jagd, ist eine ethisch überholte archaische Praxis. In der aktuellen Aufkleberkampagne des Vereins ″Deutsches Tierschutzbüro″ wird mit ebenso überholten männlichen Rollenbildern gegen die Jagd argumentiert.

Besagter Aufkleber klärt uns auf: „Echte Männer kümmern sich um Tiere, Schlappschwänze schießen auf sie!“

Was sind eigentlich „echte Männer“? Glauben wir den Macher*innen dieser Kampagne, dann sind sie eines nicht: schwach. Das Wort „Schlappschwanz“ steht primär abwertend für „willensschwach, weichlich oder auch feige“1. Feige ist es sicherlich, aus sicherer Entfernung aus einem Hochstand mit einem Gewehr auf ein Tier zu schießen. Doch die Jagd wäre ethisch ebenso wenig vertretbar, wenn Jäger*innen Tieren mit bloßen Händen nach dem Leben trachten würden. Lesen wir das Wort „Schlappschwanz“ in seiner zweiten Bedeutung, wird es noch absurder.

Denn diese zweite Lesart bescheinigt Jägern nicht nur mangelnde Erektionsfähigkeit, sondern definiert Männlichkeit über ebendiese und zementiert somit ein rückständiges Männerbild.

Dieser Aufkleber behauptet zum einen, dass Menschen, die auf Tiere schießen, verweichlicht seien. Dass es aber gerade die emotionale Härte gegenüber empfindungsfähigen nichtmenschlichen Tieren ist, die es Menschen überhaupt ermöglicht, so etwas wie „Jagd“ zu betreiben, steht dieser Annahme diametral entgegen. Unabhängig davon, ob eine männlich oder weiblich positionierte Person den Schuss abgibt.

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Die Macher*innen dieser Kampagne definieren Männlichkeit über Härte und Potenz und über die Abwertung vermeintlich weiblicher Eigenschaften wie Weichheit.

Eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Titel Männer: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts?“ stellte bereits im Jahr 2009 fest, wie tradiert solche Geschlechterbilder sind und wie wenig sie mit der Realität moderner Geschlechteridentitäten zu tun haben:

„Das Set klassisch-männlicher Eigenschaften hat bei einem großen Teil der Männer seinen Charme, seinen Leitbildcharakter verloren und ist zum Teil diskreditiert. Besonders markante Attribute wie „Härte“ (32%) und „Überlegenheit“ (24%) werden nur noch von einer Minderheit der Männer als sympathisch bewertet.“

„Hingegen haben klassisch-weibliche Attribute wie „Gefühle anderer verstehen“ (40%) „Gefühle zeigen“ (42%), „Zärtlichkeit“ (44%) eine höhere Attraktivität. Dies signalisiert einen Umbruch im Selbstverständnis von Männern; ein Aufbruch von ehemals stabilen Kulissen (vom harten Mann).“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt zu dieser Studie:

„Der zentrale Befund der Studie lautet: Es gibt ihn nicht, »den Mann«. Die Untersuchung veranschaulicht vielmehr ein weites Feld gegensätzlicher, bisweilen antagonistischer Haltungen von Männern.“

Nun läge es nahe, den Macher*innen dieser Anti-Jagd-Kampagne zu empfehlen, ihren Slogan zu ändern. Doch das Problem liegt bereits in der Idee selbst. Normative Zuschreibungen von Geschlechterrollen sind überholt und diskriminieren all jene Menschen, die diese Rollenvorgaben nicht erfüllen. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Zuschreibungen positiv oder negativ konnotiert sind.

Liebe Mitarbeiter*innen des Deutschen Tierschutzbüro e.V., wir verstehen nicht, warum euch die Zielgruppe der Männer unter den Jäger*innen besonders wichtig ist. Doch wenn ihr sie schon adressiert, nutzt doch die Gelegenheit, um aufzuzeigen, dass moderne Männer sich weder über Potenz, noch über emotionale Härte oder das Töten von fühlenden Lebewesen definieren. Zeigt auf, dass ein Freizeit″sport″, der auf dem Leid fühlender Lebewesen basiert, genauso überholt ist, wie die archaischen Rollenbilder, die mitverantwortlich dafür sind, dass die Jagd ausgerechnet bei Männern so beliebt ist.2

Immer wieder stolpern wir über Kampagnen und Statements, die Männlichkeit nach unzeitgemäßen Mustern reproduzieren. Im Jahr 2010 warb die Tierschutzorganisation PeTA mit dem Slogan „Haben Angler kurze Ruten?“ und implizierte mit dem Zusatz „Aktuelle Studien lassen an der Männlichkeit von Anglern zweifeln“, Männlichkeit hinge von der Größe primärer männlicher Geschlechtsmerkmale ab. Zwei Jahre später ging PeTA noch weiter und stellte mit dem Spot „Boyfriend went vegan“ gesteigerte Potenz und aus dieser resultierende sexualisierte Gewalt in den Mittelpunkt ihrer Kampagne. Auch Attila Hildmanns misslungene Kunstfigur „Vegangsta“und der kochende Pflanzenesser Attila Hildmann selbst, vermitteln veraltete Rollenklischees und haben mit der Realität moderner Geschlechteridentitäten wenig gemein. Hildmanns Aussage: „Echte Männer essen Tofu“ wirkt auf den ersten Blick progressiv. Doch ist es letztlich nur ein weiterer Versuch, männliche Identität normativ zu definieren und eine abwegige Verbindung zwischen Geschlecht und Ernährung herzustellen. Der vegane Koch Stefano Vicinoadio ließ uns im Januar letzten Jahres mit Tränen in den Augen wissen: „Echte Männer heulen nicht!!! Außer sie haben genug Eier, um „Earthlings“ bis zum Schluss anzusehen.“ Damit zeigt er, dass selbst ein Gefühl wie Traurigkeit noch dazu geeignet ist, um auf kreativen Umwegen in einen Beleg der eigenen Potenz und Härte umgewandelt zu werden.

Diese Konzepte von Männlichkeit sind nicht zukunftsträchtig. Sie stützen patriarchale Strukturen, unter denen alle Geschlechter, wenn auch in unterschiedlicher Weise, leiden. Geschlechtliche Identitäten entwickeln sich zunehmend unabhängiger von normativen Zuschreibungen. Und das ist auch gut so.

Wie will man diskriminierende gesellschaftliche Normen, wie den Speziesismus, glaubwürdig bekämpfen, während man gleichzeitig diskriminierende (Geschlechter-)Normen reproduziert? „Echte“ Männer gibt es genauso wenig wie „unechte“. Männer sind Menschen, die sich selbst als Mann* definieren, unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht und äußerlicher Zuschreibungen.

Fragen wir doch mal unsere männlich positionierten Leser*innen: Wie fühlt sich das für dich an, wenn dir jemand sagen will, was ein „echter“ Mann ist?

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Weiterführende Links:

Die englischsprachige Seite The Good Man Project diskutiert die Frage, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, ein „guter Mann“ zu sein. Zu verschiedenen Kategorien gibt es dort vielfältige Beiträge rund um Fragen männlicher Geschlechteridentität.

Das Portal Mein Geschlecht versteht sich als „Portal für junge Trans\* Inter\* und Genderqueere Menschen“ und stellt neben einer Übersicht von bundesweiten Anlauf- und Beratungsstellen, eine Reihe von Medien sowie Aufklärung über Begriffe aus diesen Themenbereichen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es dort die Möglichkeit, eigene Beiträge zur veröffentlichen.

Dissens.de bietet Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit Fortbildungen und Beratung zu geschlechtsdifferenter pädagogischer Arbeit an und „führt Forschung in den Bereichen „Gleichstellung“, „Geschlechterdemokratie“, „Zukunft der Arbeit“ und „Gewalt, Konflikt und Menschenrechte“ durch.“

25 Kommentare

  1. Polly

    Grundsätzlich Zustimmung, was die Kritik an Männlichkeitsvorstellungen betrifft. Ich sehe aber in der Verkehrung des Männlichkeitsideals ( „Echte Männer essen Tofu“ (statt Fleisch), etc.) genau das: Kritik an Zuschreibungen männlicher Attribute, und zwar mit dem Stilmittel der Ironie. Sowas sagt laut und deutlich (und mit einem Augenzwinkern), dass Männlichkeit es heutzutage nicht nötig hat, durch Fleisch essen und Tiere verfolgen bestätigt zu werden. Du bist auch dann ein „echter Mann“, wenn du das nicht tust, bzw. du musst deine Männlichkeit nicht erst durch bestimmtes Verhalten beweisen.
    Zugegeben: diese Sprüche sind plump und überwinden diese erschaffene Verbindung zwischen Geschlecht und Verhalten leider nicht, weil sie sie gewissermaßen wieder aufgreifen. Aber eben zum Zwecke ihrer Aufhebung.

    Noch eine Frage: was kann ich mir unter „männlich positionierten Leserinnen“ vorstellen?

    • Indyvegan

      Hey Polly, „männlich positionierte Leser*innen“ sind Menschen die sich selbst als „männlich“ identifizieren. Da sich auch diese Menschen nicht in jedem Fall in einer dualen Geschlechtermatrix verortet sehen, sprechen wir hier von Leser*innen. Also mit Gender-Gap. Ist das eine Antwort auf deine Frage?

      Kann es sein, dass der „*“ bei dir nicht angezeigt wird? Wenn ja, sag uns doch bitte kurz welchen Browser du verwendest.

      • Polly

        Danke für die Erklärung. Das Sternchen wird angezeigt, ich habe es beim Zitieren nur weggelassen, um deutlich zu machen, was genau mir merkwürdig erschien. Obwohl „männlich positionierte Leser“ genauso seltsam anmuten.
        Geschlechtergerechte Sprache finde ich sehr wichtig und ich verfolge mit Interesse Diskussionen über Lösungen hierfür. Ich finde allerdings, dass manche Bemühungen, allen gerecht zu werden, nicht nur der Lesbarkeit keinen Gefallen tun (was zweitrangig sein sollte), sondern vermutlich auch nicht den Betroffenen. Um einer möglichen Bitte um eigene, alternative Vorschläge zuvorzukommen: Ich persönlich finde das Partizip angenehm, sowie andere Formen der Neutralisierung, statt Sichtbarmachung – wo immer es geht.

    • kirin

      „Zugegeben: diese Sprüche sind plump und überwinden diese erschaffene Verbindung zwischen Geschlecht und Verhalten leider nicht, weil sie sie gewissermaßen wieder aufgreifen. Aber eben zum Zwecke ihrer Aufhebung.“

      Tut mir leid, aber ich finde das ist Quatsch. Da wird doch nicht versucht irgendwas aufzuheben sondern nur das eine essentialistisches, sexistische Rollenmodell mit einem anderen zu überschreiben. Wenn Hildmann auf Tofu-Gangster macht updatet er damit genau einen einzigen Aspekt dieses Images. Und schreibt den Rest ungebrochen fort. Ich finde das ist das komplette Gegenteil einer Aufhebung, nämlich eine Modernisierung und damit gerade die Ermöglichung für solche Rollenbilder in veränderten Zeiten weiterzubestehen.
      Der Kern des Ganzen bleibt völlig unangetastet.

      • Polly

        Hildmann ist ein Sexist, er ist weit von jeglicher Emanzipation entfernt. Seine Botschaft scheint zu sein: „Sei weiterhin ein riesen Ar*, aber bitte iss Tofu statt Fleisch.“ Aber für die anderen Fälle halte ich meine Aussage für wahr, auch wenn sie nicht gerade elegante oder ideale Lösungen darstellen.

  2. hardcoremildred

    Ich denke, das mit der Sexismus Debatte eigentlich genug gesagt ist.
    Mit erschließt sich bei der Gender-Debatte einfach nicht, welchen Sinn ein gesellschaftliches Geschlecht haben soll.

    Gerade wenn Mensch fernab von sexistischen Vorstellungen lebt, bleibt doch als einzige Definition das sexuelle Geschlecht – sei es male, female oder trans oder was auch immer.

    Ein gesellschaftliche wahrgenommenes Geschlecht führt doch genau wieder in die Spaltung Mann / Frau, die eigentlich noch zu überwinden ist.
    Wie soll ich mich außerhalb meines Geschlechts als Frau definierten, wenn ich eine Einordnung in typisch weibliche oder männliche Attribute ablehne? Womit werde ich denn zur „Frau“, wenn ich Rollenkonstrukte ablehne?

    Für mich nach 25 Jahren Genderdebatte immer noch ein schwieriges Thema.

    • kirin

      Naja, ob „gender“ Sinn macht sei mal dahingestellt, aber hier handelt es sich doch nicht um eine Erfindung von irgendwelchen Aktivist*innen sondern um eine Abbildung der Realität, oder? Ich finde der absolut überwiegende Teil von dem was wir so allgemein als „Geschlechtsmerkmal“ wahrnehmen ist „gender“ und eben nicht „sex“.
      Und niemand kann (in einer sexistischen Gesellschaft) fernab von von entsprechenden Vorstellungen leben.

      Ansonsten muss „gender“ sich auch nicht in Mann/Frau erschöpfen, oder?
      Ich verstehe aber nicht wieso du dich als „Frau“ definieren „sollst“, wenn du das eigentlich ablehnst… wie du dich definierst ist doch deine Entscheidung, oder? Das Problem dürften eher Fremddefinitionen sein?

      • Fritz

        „Ich verstehe aber nicht wieso du dich als “Frau” definieren “sollst”, wenn du das eigentlich ablehnst…“

        Ich würde sagen mit „soll“ ist in diesem Fall „kann“ (also durch welche Gegebenheiten) gemeint. Also wie ist es *überhaupt* möglich sich als Frau/Mann/… zu definieren, abgesehen vom biologischen Geschlecht, also männlich, weiblich oder intersexuell, wenn man aufgepfropfte Rollen (also zum Beispiel die Rolle des Zwangsdienstleisters, die man Menschen mit Penis unter Androhung von räumlichem Freiheitsentzug aufdrängt) ablehnt. So verstehe ich jedenfalls hardcoremildreds Infragestellen der Sinnhaftigkeit von Geschlechtskategorien die losgelöst sind von Genitalkonfigurationen.
        Ja das war dann wohl mansplaining, so nennt ihr (Feministen) das doch, wenn sich einmal ein von euch als männlich (was auch immer das ist) wahrgenommener Mensch zu Wort meldet, oder?

        • Terrormieze

          Mansplaining ist gewiss nicht, wenn Männer* sich zu Wort melden, sondern wenn sie meinen alles besser zu wissen.

          Kannst du bitte mal erklären, was du mit Zwangsdienstleister meinst? Danke.

        • Indyvegan

          „Also wie ist es *überhaupt* möglich sich als Frau/Mann/… zu definieren, abgesehen vom biologischen Geschlecht“

          Dass normative Geschlechterbilder nicht „sinnhaft“ sind, steht außer Frage. Solange sie jedoch sozialisierte Realität sind, ist es in keiner Weise sinnvoll, sie zu ignorieren oder so zu tun als gäbe es sie nicht. Daher gibt es (sinnvollerweise) eine Unterscheidung zwischen biologischem Geschlecht und Gender.

          „also zum Beispiel die Rolle des Zwangsdienstleisters, die man Menschen mit Penis unter Androhung von räumlichem Freiheitsentzug aufdrängt“

          Die Wehrpflicht ist hierzulande bereits seit fast 4 Jahren ausgesetzt. Wir wissen also nicht wovon du hier sprichst.

          „Ja das war dann wohl mansplaining, so nennt ihr (Feministen) das doch, wenn sich einmal ein von euch als männlich (was auch immer das ist) wahrgenommener Mensch zu Wort meldet, oder?“

          Wenn du hier vorhast, mit solchen pauschalen Implikationen gegen Feminismus zu wettern, ist deine Zeit in unserem Kommentarbereich beendet, Fritz. Niemand hat dir oder sonst wem hier „mansplaining“ unterstellt. Dichotomien aus „ich“ und „ihr“ kannst du dir bei uns auch gerne sparen. Wenn du hier diskutieren willst, tue das sachlich.

          • Fritz

            Die Wehrpflicht ist hierzulande bereits seit fast 4 Jahren ausgesetzt. Wir wissen also nicht wovon du hier sprichst.

            Was ist für dich hierzulande. Ich nehme an du meinst damit Teutschland. Woher soll ich das wissen, ********. Es gibt hier kein Impressum, und außer dem Feminismus-Violett des Logos gibt nichts Hinweise darauf, mit welchem „Volk“ ich es hier zu tun habe. Deutsch wird nämlich auch in Österreich gesprochen und da wohne ich und musste Zivildienst ableisten. In Deutschland ist der Mist zwar ausgesetzt aber das entsprechende Grundgesetz existiert weiter und diskriminiert männliche Personen.

          • Indyvegan

            Fritz, wenn du hier versuchen willst durch das Druchtesten von Namen, einzelne Personen unserer Gruppe zuzuordnen, oder Reaktionen darauf zu bekommen, werden wir deine Beiträge nicht mehr freischalten. Wir arbeiten aus genannten Gründen anonym.

            Auch hast du es hier nicht mit einem „Volk“ zu tun. Konstruktionen wie „Volk“ basieren auf Diskriminierung und werden von uns weder verwendet noch unterstützt. Ja, unser Netzwerk wird vor allem von in Deutschland lebenden Menschen betrieben. Dass du in Österreich lebst, konnten wir allein aus deinem Namen nicht ableiten.

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    • kirin

      Interessantes Thema, das hat mich leider auch schon länger beschäftigt. Finde im Text leider auch nicht wirklich Lösungen. Das Problem ist denke ich letztlich zu guten Teilen Passing und Privileg.
      Die Schutzräume sollen Cis-Männer ausschließen, gleichzeitig soll aber nur die Person selber die Definition darüber haben ob sie in die ausgeschlossene Kategorie fällt. Beides ist sinnig, führt aber dazu, dass entweder Personen qua Äußerem diskriminiert werden oder aber das Schutzraumkonzept per Definition aufgehoben wird, weil jeder Cis-Macker der rein möchte sich einfach passend labeln kann.
      Ich würde gerne wissen wie dieser Widerspruch aufgehoben werden kann.

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  5. Andreas

    Hat der Verein ″Deutsches Tierschutzbüro″ damit eigentlich kein Problem?
    http://www.porten-detzem.de/Jagdfreunde/Nicole.gif
    https://2010sdafrika.files.wordpress.com/2013/11/1382254_10100729699663381_2028347453_n.jpg
    „Vor 20 Jahren waren nur ein Prozent der Jagdscheininhaber Frauen. Derzeit sind es schon zehn Prozent. In den vom DJV befragten Jägerkursen lag ihr Anteil bereits bei 20 Prozent. “
    http://www.jagd-fakten.de

    Also purer Sexismus oder wäre „Echte Frauen kümmern sich um Tiere“ auch Sexismus, weil dann auch wieder ein Klischee erfüllt wird?

    • Indyvegan

      Wir wissen nicht, womit das Deutsche Tierschutzbüro Probleme hat. Am besten fragst du direkt dort nach.

      „Also purer Sexismus oder wäre “Echte Frauen kümmern sich um Tiere” auch Sexismus, weil dann auch wieder ein Klischee erfüllt wird?“

      Wir lehnen Aussagen ab, die bestimmten Geschlechtern* bestimmte Eigenschaften zuschreiben oder definieren, wie „echte Frauen“ oder „echte Männer“ zu sein haben. Frauen sind alle Menschen, die sich als Frauen fühlen und definieren. Unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht. Unabhängig davon, was gesellschaftliche Normen vorschreiben. Analog zu „echten Männern“.

  6. Bob Bobsen

    @ Indyvegan
    Warum bedient Ihr Euch in Euren Artikeln und Kommentaren eines unnötig gestelzten Schreibstils?
    Beispiele aus diesem Artikel: männlich positionierte Leser*innen”, in einer dualen Geschlechtermatrix verortet sehen, mit solchen pauschalen Implikationen, Dichotomien aus “ich” und “ihr” usw.
    Ein vermeintlich gehobener Stil, der vermutlich eher einem krampfhaften Bemühen entspringt, macht euer Anliegen nicht erfolgreicher.

    Der Kommentator Fritz hat übrigens in einem Punkt recht: Laut § 5 Telemediengesetz und § 55 Rundfunkstaatsvertrages benötigt auch ein Blog ein Impressum, wenn er „… journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte online stellt, die zur Meinungsbildung beitragen können. „ Vom Impressum ausgenommen sind Seiten, die sich rein private und familiäre Inhalte beschränken. Alles andere ist rechtliche Grauzone. In Deutschland ist eine fehlende Anbieterkennzeichnung bußgeldbehaftet.

    • Indyvegan

      Bob, ein Kommentar vollkommen ohne Argumente macht dein Anliegen nicht erfolgreicher. Wenn dir unsere Sprache zu kompliziert ist, tut uns das leid.

      Warum wir anonym arbeiten, kannst du hier nachlesen.

  7. Bob Bobsen

    Indyvegan, wo fehlen euch die Argumente? Ich dachte die Beispiele für sprechen für sich! Die Sprache ist mir übrigens nicht zu kompliziert, sondern einfach zu gestelzt.

    Falls euch der Unterschied nicht klar ist: das Wort gestelzt bedeutet unnötig hochtrabend, arrogant, abwertend auf andere wirkend. Dazu kommt, dass einige Begriffe, die ihr verwendet, zwar hochtrabend klingen, aber so nicht existieren. Beispiel: „einer dualen Geschlechtermatrix verortet sehen“ Das Wort „verortet“ ist ein Modewort, welches erst seit 2004 überhaupt in den Rechtschreibduden aufgenommen wurde. Es gibt keine duale Matrix (und somit auch keine duale Geschlechtermatrix). Dualität bedeutet „zwei enthaltend“, eine Matrix besteht immer aus n Zeilen und m Spalten. Eine Matrix mit zwei Elementen gibt es nicht. Das ist dann ein Vektor.

    Zu dem fehlenden Impressum. Hier habt ihr mich missverstanden. Mir ist klar, warum ihr anonym bleiben wollt. Das verstehe ich auch. Ein fehlendes Impressum ist trotzdem laut deutscher Gesetzeslage nicht korrekt. Versteht es einfach als nett gemeinten Hinweis, dass euch jemand, der euch nicht gut gesinnt ist, abmahnen könnte. Es war wirklich nur ein gut gemeinter Hinweis.

    • Indyvegan

      Hallo Bob,

      du hast recht. Man kann die Sprache als gestelzt bezeichnen. Wir werden in Zukunft auf unsere Sprache achten. Auf die Sprache in den Kommentaren, die du ja zum Teil auch aufgegriffen hast, haben wir allerdings nur bedingten Einfluss, können die Kommentator*innen jedoch darauf hinweisen.

      Zum Impressum: Dass wir, theoretisch, abgemahnt werden könnten, ist uns bewusst. Ohne ein Impressum, ist dies aber schwierig, weil es keine*n Adressat*in gibt.

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